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Kirchentagssonntag

Neue ökumenische Perspektive: Leitende Geistliche tauschen Kanzeln

Ökumenischer KirchentagÖkumenischer Kirchentag 2021Ökumenischer Kirchentag 2021 und die Coronapandemie

Der 7. Februar will Appetit auf den bevorstehenden Ökumenischen Kirchentag im Mai machen. Beim Kirchentagsonntag ist fast alles auf der Kanzel, was Rang und Namen hat. Nur manchmal auf der eigentlich ganz verkehrten ....

EKHN/RahnKirchenpräsident Volker Jung und Bischof Georg Bätzing (r.)schaut hin: Volker Jung und Georg Bätzing präsentieren vor zwei Jahren das Leitwort des Ökumenischen Kirchentags.

Am Sonntag begehen viele evangelische und katholische Gemeinden und Pfarreien in Hessen und Rheinland-Pfalz den traditionellen Kirchentagssonntag. Zahlreiche leitende Geistliche tauschen dann die Kanzeln bei ökumenischen Feiern, die vielfach digital übertragen werden. Der Sonntag dient zur Einstimmung auf den 3. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT), der vom 13. bis 16. Mai digital und dezentral vom Standort Frankfurt aus überall gefeiert werden soll.

Wo Gottesdienste an diesem Sonntag gefeiert werden, zeigt eine spezielle Online-Karte, auf der bereits über 100 Veranstaltungen markiert sind: www.oekt.de/oekt-sonntag.

Kirchenpräsident Jung in Bischofskapelle Limburg: Hoffnung verbreiten

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung wird in seiner Predigt in der Limburger Bischofskapelle die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie in den Mittelpunkt stellen und danach fragen, wie der christliche Glaube hier Hoffnung verbreiten kann. Derzeit bestehe weiter die Angst, krank zu werden oder die berufliche Existenz zu verlieren, so Jung. Das Leitwort des Kirchentags „Schaut hin!“ verweise auf Christus und die Stärke, die von dem Glauben an ihn ausgehen könne. Jung: „Gottes Kraft fängt an, in uns zu wirken, wenn wir genau hinschauen. Wenn wir sehen, was uns geschenkt und gegeben ist, und wenn wir anfangen, das miteinander zu teilen. Dann werden Wunder wahr!“

Bischof Bätzing in Lutherkirche Wiesbaden: Perspektiven wahrnehmen 

Der Limburger Bischof Georg Bätzing wird in der Wiesbadener Lutherkirche an dem leiutwort des Kirchentags „schaut hin” daran erinnern, dass die „Wirklichkeit immer vielgestaltig, mehrdimensional und selten nur eindeutig ist.“ Es sei wichtig, unterschiedlichste Perspektiven wahrzunehmen. Bätzing: „Für mich ist das eine der schönsten Erfahrungen im ökumenischen Miteinander, und es spiegelt ihren Reichtum wider.“ Mit Blick auf die ökumenische Zusammenarbeit sagt er: „Wenn wir das Wort Gottes miteinander teilen, dann sind wir Kirche, dann sind wir beides, Werkzeug und Zeichen der Gottesherrschaft in unserer Zeit.“

Bischof Kohlgraf in Darmstadt: Gemeinsame Verantwortung

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hebt in seiner Predigt in dem Ökumenischen Gemeindezentrum in Darmstadt-Kranichstein am Sonntag die geistlichen Wurzeln des Engagements beim Ökumenischen Kirchentag hervor. Wörtlich sagt er: „Der Ökumenische Kirchentag bringt auch in der veränderten Form die Themen des Friedens, des demokratischen Miteinanders und der gemeinsamen Verantwortung für die Schöpfung zur Sprache. Es wäre jedoch eine Verkürzung, wenn man diese politische Agenda von den geistlichen Wurzeln trennen würde. Die Quelle, aus der wir schöpfen wollen, ist der Glaube an Gott, der uns in Jesus Christus begegnet. Wir werden auch in der jetzigen Form gemeinsam beten und das Wort Gottes hören und in uns aufzunehmen versuchen. Aber dieser Glaube will gelebt werden, die Nahrung weitergegeben und die Quelle muss zu einem Fluss werden, an dem Leben gedeihen kann. Wir wollen auch unsere Hoffnung auf einen Gott weitergeben, dessen Möglichkeiten jedes menschliche Maß und jede menschliche Grenze überschreiten.“

Bischöfin Hofmann und Bischof Gerber: Neu wahrnehmen und Blick verändern

In der Kaufunger Stiftskirche greifen auch die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann, sowie der Fuldaer Bischof Michael Gerber das Leitwort des Kirchentags auf. „Schaut hin, das heiße: „Schaut hin und nehmt wahr, was schon da ist. Hier geht es nicht um einen Blick der abschätzt, taxiert und verurteilt, sondern um einen Blick, der wertschätzt, der Möglichkeiten entdeckt und das noch unentdeckte Potenzial sieht“, sagt Bischöfin Hofmann. Bischof Gerber ergänzt: „Dieses „Schaut hin“ sei nicht einfach nur Leitwort einer nach jetziger Planung digital stattfindenden Veranstaltung. Nein, dieses Wort Jesu hat das Potential, uns gerade jetzt, in dieser Zeit herauszufordern. Es hat die Kraft, unsere Haltung zu prägen und unseren Blick auf die Welt zu verändern.“

Erzpriester Radu Constantin Miron in Frankfurt: Ort der Begegnung schaffen

Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und Mitglied des Gemeinsamen Präsidiums des 3. ÖKT wird am Sonntag in der Evangelischen Matthäuskirche an der Frankfurter Messe predigen. Er freue sich „auf den Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt, selbst wenn dieser nun in veränderter Form stattfindet.“ Vertreter und Vertreterinnen der ACK hätten von Anfang  an in den verschiedenen Projektkommissionen mitgearbeitet. Ein besonderes Augenmerk habe dabei auf der „ACK-Polis“ gelegen, „einem einzigartigen Ort der Begegnung und des ökumenischen Lernens, der die multilaterale Ökumene unseres Landes präsentiert.“

Präses Oelschläger in Frankfurt: Hoffnung auf gemeinsames Abendmahl

Der hessen-nassauische Präses der Kirchensynode, Ulrich Oelschläger wird am Sonntag in der Frankfurter Bethlehemkirche auf das Papier „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ Bezug nehmen, das die von Theologinnen und Theologen angestoßene und für den ÖKT erhoffte wechselseitige Abendmahlseinladung zum Thema hat. Oelschläger:  Schon die biblische Speisung der 5000 „sprengt alle sozialen, ethnischen und religiösen Grenzen“. „Alle sitzen gemeinsam im grünen Gras, zwar nicht an einem Tisch, aber in Gemeinschaften zu hundert und fünfzig, wie es im Judentum dieser Zeit geläufig war“. Mit Blick auf den Ökumenischen Kirchentag fügte er hinzu: „Die Eucharistie, das Abendmahl, ja wir feiern es gemeinsam, zusammen, wenn auch an verschiedenen Tischen. Möge dieser Ökumenische Kirchentag uns den Weg dahin führen, dass wir die Tische eines Tages wieder zusammenrücken können.“

Kirchentagssonntag: Wo was zu sehen ist

Gastgebende Kirchen feiern mit leitenden Geistlichen online

Die gastgebenden Kirchen stimmen sich unter anderem mit drei prominent besetzten Gottesdiensten ein. Die Feier mit Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau (EKHN), Thomas Löhr, Weihbischof im Bistum Limburg und Brigitte Görgen-Grether, Vorsitzende der ACK Hessen-Rheinhessen, wird aus der Kapelle des Bischofshauses Limburg ab 10 Uhr live übertragen: https://youtu.be/K8_B5YcDYfI.

Bischof Georg Bätzing und Pfarrerin Ursula Kuhn feiern einen gemeinsamen Gottesdienst in der Lutherkirche Wiesbaden, an dem auch online teilgenommen werden kann: https://www.youtube.com/channel/UC9taTgGPn3dc1T5fnL-mUGA.

Peter Kohlgraf, Bischof von Mainz, übernimmt die Predigt in der Philippuskirche des Ökumenischen Gemeindezentrums in Darmstadt-Kranichstein, online verfügbar ab 11.30 Uhr: https://bbb2.ccita.de/b/haw-zju-9kp  mit der Raumnummer 807556.

Der Präses der EKHN-Kirchensynode, Ulrich Oelschläger wird zusammen mit der Präsidentin der Diözesanversammlung des Bistums Limburg, Ingeborg Schillai gemeinsam einen Gottesdienst  um 11 Uhr in der Bethlehemgemeinde  in Frankfurt feiern. Mehr Informationen und Anmeldung unter www.Evangelische-Bethlehemgemeinde.de

Den gemeinsamen Gottesdienst der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und des Bistums Fulda gestalten ab 11 Uhr unter anderem Bischöfin Beate Hofmann und Bischof Michael Gerber. Live-Stream auf: www.ekkw.de

In der Frankfurter Hoffnungsgemeinde feiern zudem Pfarrerin Annegreth Schilling und Erzpriester Radu Constantin Miron, Mitglied des Gemeinsamen Präsidiums des 3. ÖKT einen Gottesdienst. Er wird in YouTube übertragen: https://www.youtube.com/channel/UC_DAiPbLTqrgWwbyUflYkrA.

Weitere Kirchentagsprominenz in Frankfurt und Wiesbaden zu Gast 

Mit dabei ist natürlich auch Bettina Limperg, Präsidentin des 3. ÖKT. Sie predigt im Frankfurter Dom St. Bartholomäus um 10 Uhr. In St. Katharinen an der Hauptwache in Frankfurt ist Thomas Sternberg, Präsident des 3. ÖKT, als Prediger zu Gast. Julia Helmke, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages ist Gastpredigerin in der Marktkirchengemeinde in Wiesbaden, Beginn 10 Uhr.

 

 

Jetzt in diesen Zeiten.
Wo Ungewissheit uns umtreibt.
Vor dem Virus, das sich ausbreitet.
Oh Gott,
wir wollen daran denken,
dass du von Urzeiten her –
deine Hand über uns hältst.

(nach Doris Joachim)

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