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Sein Revier war die Straße und die Autobahnen

Notfallseelsorger Winfried Steinhaus geht in den Ruhestand

Reinhard VölkerWinfried Steinhaus, im Hintergrund Einsatzfahrzeuge16 Jahre hat Winfried Steinhaus Menschen in Not beigestanden, sie in ihrem Leid und ihrer Trauer begleitet und getröstet.

Er ist der sprichwörtliche „Hansdampf in allen Gassen“: Pfarrer Winfried Steinhaus! Nun tritt der "Notfallseelsorger der ersten Sunde" seinen Ruhestand an.

Darmstadt/Groß-Umstadt. Sein Revier war über 16 Jahre die Straße und die Autobahnen. Mit seinem markanten Landrover („Seelsorgepanzer“) ist er in dieser Zeit hunderte von Einsätzen gefahren, um Menschen in Not beizustehen, zuzuhören, in ihrem Leid und ihrer Trauer zu begleiten und zu trösten. Er war es auch, der im Landkreis Darmstadt-Dieburg im Jahre 1998 die Notfallseelsorge aus der Taufe gehoben und systematisch auf- und ausgebaut und geleitet hat. In dieser Zeit hat Pfarrer Steinhaus so ziemlich alles erlebt, was man als Notfallseelsorger erleben kann: schwere Verkehrsunfälle, Wohnungsbrände sowie häusliche Tod- und Notfälle. Denn der Seelsorger wurde nicht nur zu tragischen Einsätzen auf der Straße gerufen, sondern auch um Streitigkeiten in der Familie zu schlichten, oder bei Suizidgefahr und zu Arbeitsunfällen.

Schulungen für Ehrenamtliche

Ganz zu Anfang bestand das Notfallseelsorge-Team ausschließlich aus Hauptamtlichen. Als das im Zuge kirchlicher Einsparungen nicht mehr möglich war, war Pfarrer Steinhaus  genötigt Ehrenamtliche für die Notfallseelsorge gewinnen und für die Einsätze schulen, was auch gelang. Zusätzlich hielt er Vorträge bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst und hat durch seinen weithin geschätzten Einsatz sehr zum guten Ansehen der Kirche in diesen Einrichtungen beigetragen.

Großes Engagement und hohe Auszeichnungen

Im Jahr 2009 wurde Steinhaus als erster EKHN-Pfarrer überhaupt zum Ehrenkommissar der Deutschen Polizeigewerkschaft ernannt! 2012 erhielt er die Feuerwehr-Ehrenmedaille, die höchste Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbandes für Nicht-Feuerwehrangehörige. Um das ihm wichtige Anliegen der Notfallseelsorge weiterzutreiben, hat sich Steinhaus in vielen Gremien engagiert. So saß er seit 1999 im Beirat Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und war außerdem Mitglied des Forums Notfallseelsorge am Bischöflichen Ordinariat in Mainz.

Ethikunterricht an der Hochschule für Polizei und Verwaltung

Eine weitere Aufgabe erwuchs ihm im Oktober 2001, als er zum Polizeipfarrer der EKHN ernannt wurde. Damit vergrößerte sich auch sein Aktionsradius. Als  Notfallseelsorger  betreute er Unfallopfer, Angehörige und Rettungskräfte im Kreis Darmstadt-Dieburg. Als Polizeipfarrer pendelte er nun zwischen den Präsidien Südosthessen in Offenbach, Südhessen in Darmstadt und der Polizeidirektion Vogelsberg sowie der Bereitschaftspolizei in Mühlheim ständig hin und her. Dort gab er auch Ethikunterricht an der Hochschule für Polizei und Verwaltung. Wie gesagt: Ein Hansdampf in allen Gassen.

Festgottesdienst zum Abschied

Nun, nach über 36 Dienstjahren, wird Pfarrer Winfried Steinhaus aus all seinen Ämtern in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Der Festgottesdienst unter Mitwirkung von Pröpstin Karin Held, Dekan Joachim Meyer und Ortspfarrer Michael Fornoff mit anschließendem Empfang für Pfarrer Winfried Steinhaus findet statt

am: Sonntag, den 2. Februar 2014

um: 15 Uhr

in der: Evangelischen Kirche Groß-Zimmern, Opelgasse 2

 

Reinhard Völkel

Es geht darum, die Menschen zu werden,
die wir in Gottes Augen sind.
Und es geht darum, das zu leben,
was wir in Gottes Augen sind!

(Volker Jung)

Volker Jung

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, stockam

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