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Start im Talar

Podcast: So kann´s laufen, der Weg ins Pfarramt

Bild: NEUMEdIER, MdhsPodcast: So kanns laufenIm Podcast "So kanns laufen" sprechen eine Vikarin und ihr Ausbildungs-Pfarrer über ihre ersten Praxiserfahrungen in der Gemeinde

Wenn eine angehende Pfarrerin ihre ersten Praxiserfahrungen macht, stürmt eine Menge auf sie ein: Sie muss sich einen Talar schneidern lassen, mit der Aufregung vor ihrer ersten Predigt kämpfen und Grundschulkindern den christlichen Glauben näher bringen. In dem Podcast „So kanns laufen“ unterhalten sich die Vikarin Nena Baumüller und ihr Ausbildungspfarrer Lutz Neuermeier über die Abenteuer beim Berufsstart.

Podcasts erleben einen zweiten Frühling. Laut einer Bitkom-Studie von 2018 hören 22 Prozent der Bundesbürger die digitalen Radioshows. Die angebotenen Inhalte sind dabei breit gefächert: von Wissenschaft und Coaching-Tipps hin zu Comedy, Sexualität und Krimis. Unter den Video-Podcasts sind Kindersendungen, aber auch Fußballthemen zu finden. Aber auch die Kirche ist präsent. So vernetzt die EKD die evangelischen Beiträge verschiedener Radiostationen in „Podcast evangelisch“. Meist finden die Hörerinnen und Hörer den Zugang über die „Podcast-App“ auf ihrem Smartphone. Dabei lassen sich die Lieblings-Podcasts auch abonnieren. Aber auch am PC können die Audio- oder Videobeiträge aufgerufen werden. 

„So kanns laufen“: Gespräche über das Vikariat

Wer in das Podcast-Suchfeld „So kanns laufen“  eingibt, wird fündig: Seit dem Frühjahr 2019 haben Pfarrer Lutz Neumeier und die Vikarin Nena Baumüller diesen Podcast gestartet. In den digitalen Audiobeiträgen erzählt die gebürtige Offenbacherin von ihren ersten Berufserfahrungen in der Evangelischen Marienstiftsgemeinde Lich. Denn Nena Baumüller befindet sich in der zweiten, praktisch orientierten Ausbildungsphase auf dem Weg ins Pfarramt. 

In dem entspannten Gespräch mit ihrem Ausbildungspfarrer erzählt sie von ihrer ersten Predigt: „Als ich oben auf der Kanzel gestanden bin, ist die Aufregung verflogen.“ Pfarrer Neumeier schätzt dabei ihre frischen Ideen und neuen Sichtweisen auf die jahrtausendealten Bibelstellen. „Es tut gut, wenn jemand etwas Neues mitbringt“, schätzt er ihre Impulse im ersten „So kann´s laufen- Podcast“. Darin erklären die beiden auch, was sie mit dem Podcast erreichen möchten: „Wir quatschen zusammen über einzelne Sachen. Dabei möchten wir gerne ein paar Leute mitnehmen, die sich fragen, was man im Vikariat macht.“

Der erste, eigene Talar

Aber nicht nur über theologische Fragen und ihre Lebensbezüge reflektieren die Vikarin und der Pfarrer. Nena Baumüller begegnet zum ersten Mal ihrer Amtstracht, ihrem eigenen Talar. In Episode 4 erzählt sie: „Ich war total aus dem Häuschen.“ Das war der Augenblick, als der Postbote geklingelt hat – im Paket war der Talar. Beeindruckt erzählt sie aber auch von dem Moment, als im theologischen Seminar in Herborn der Gewandschneider angekündigt wurde. Welchen Stoff sollte sie wählen? Sollte sie sich ein Bibelzitat einsticken lassen? Stehkragen oder Klappkragen? Die Entscheidungsfreiheit hat sie überrascht. „Dabei ist die Form eigentlich vorgegeben. Wir haben hier in Hessen-Nassau den preußischen Talar. Und trotzdem gibt es noch so viele Möglichkeiten“, erklärt der Ausbildungspfarrer Neumeier. Auch mit der Form des Bäffchens hat sich Nena Baumüller auseinander gesetzt. Lutz Neumeier erklärt: „Das ist der weiße Stoff am Hals, vorne am Talar.“ Beide amüsieren sich, dass die Bezeichnung des Teils immer wieder für Irritationen sorgt.

Neues Gewand, andere Haltung

Ihren eigenen Talar hatte Nena Baumüller auch während ihrer ersten Predigt getragen. Sie hat erfahren: „Der Talar hat etwas in mir bewirkt, ich bin mir der Aufgabe, dem Dienst bewusster. Ich hatte das Gefühl, eine andere Haltung anzunehmen. Mir wurde klarer: Ich bin jetzt als Liturgin im Gottesdienst. Das ist etwas anderes, als nur einen Blazer zu tragen.“ Für Lutz Neumeier ist der Talar über die Jahrzehnte fast zur zweiten Haut geworden.  Auch er bemerkt nach dem Überstreifen eine Veränderung: „Dann bin nicht mehr nur Privatperson, sondern ich bin jetzt Pfarrer. Dann stehe ich für die Kirche, stehe für den Glauben und gebe diesen weiter. Ja, das ist etwas anderes.“ Wenn er allerdings zum Kirchencafé auf einen Plausch mit den Leuten geht, kommt er in „zivil“: „Dann bin ich mehr der Mensch.“

In lockerer Folge planen die beiden weitere Podcasts-Episoden, in denen sie über die Hochs und Tiefs, Überraschendes und Nachdenkliches aus dem Vikariat sprechen.

zum Podcast "So kanns laufen"

Infos: Infos über den Weg ins Pfarramt (Studium, Vikariat, ...)

Themen-Special: Glaube in der digitalen Welt

Lobe den HERRN, meine Seele,
und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat.

Psalm 103, 2

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/issalina

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