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Queen in Frankfurt

Kirchenpräsident trifft Königin

Sascha TimmasQueen Elisabeth II. winkt vom Balkon des Römers.

Drei Vertreter der evangelischen Kirchen in Hessen haben mit Queen Elisabeth II. im Kaisersaal des Frankfurter Römers gespeist. Unter ihnen Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN.

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Alle warten auf die Queen. Queen Elisabeth II. mit Bundespräsident Joachim Gauck in Frankfurt am Main. Queen Elisabeth II. bei ihrem fünften Staatsbesuch in Frankfurt am Main.

„Die Queen ist auf sehr würdige Art in den Saal gekommen, hat Platz genommen und sich mit den Menschen unterhalten, die um sie herum saßen.“ Das berichtet Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN, über das Mittagessen mit Queen Elisabeth II. und Prinz Philipp im Frankfurter Römer. Er gehörte zu den rund 120 Gästen, die mit der Queen im Kaisersaal zum Essen eingeladen waren. Am Donnerstag, 25. Juli, hatte die Königin erstmals in ihrem 89-jährigen Leben Frankfurter Boden betreten. „Die Atmosphäre im Kaisersaal ist eine besondere, dieser Raum ist voll von Geschichte: der Blick auf alle Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und dann die Queen selbst, die für Monarchie steht“, so der Kirchenpräsident. Dabei betonte er, dass er froh sei, dass Deutschland keine Monarchie, sondern eine Republik sei. Queen Elisabeth II. und Prinz Philipp sind von Dienstag bis Freitag auf Staatsbesuch in Deutschland. 

Plädoyer für Europa

In Berlin traf die Queen bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck. Der Kirchenpräsident bemerkt: „Ich habe es als beeindruckendes Zeichen empfunden, dass die Queen gestern in ihrer Rede in hervorgehoben hat, Europa jetzt zusammen zu halten und zu stärken.“ Jung betonte, dass dies eine wichtige Botschaft an ihr eigenes Land, aber auch für Europa insgesamt sei. Denn der britische Premierminister David Cameron setzt sich für eine Volksabstimmung bis spätestens Ende 2017 über die EU-Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs ein.  

Kirchenvertreter gehörten zu den Gästen

Nach der Besichtigung der Paulskirche und der Präsentation der Goldenen Bulle war die Queen zu dem Dreigänge-Menü im Kaisersaal des Römers eingeladen. Darunter waren auch Familienmitglieder des Königshauses wie Heinrich Donatus von Hessen, ein Urenkel von Königin Victoria, der außerdem über das Haus Battenberg mit Prinz Philip verwandt ist. Urahn Philipp der Großmütige von Hessen hatte im 16. Jahrhundert dazu beigetragen, dass sich der evangelischen Glauben auf hessischem Boden ausgebreitet hat. Zu den Gästen haben auch Vertreter der evangelischen Kirche gehört: Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN, Gabriele Scherle, Pröpstin für Rhein-Main und Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. 

Queen als weltliches Kirchenoberhaupt

Eine Gelegenheit für ein Gespräch mit der Queen hatten die Kirchenvertreter nicht.  Dabei ist Elisabeth II. weltliches Oberhaupt der Anglikanischen Kirche. Kirchenpräsident Jung erklärt: „Die Konstruktion der Anglikanischen Kirche mit einem Staatsoberhaupt als weltlichem Oberhaupt der Kirche und dem geistlichen Pendant ist nicht mit unserer Kirchenverfassung vergleichbar.“ In England sei somit eine engere Verknüpfung von Kirche und Staat gegeben, die aber sehr bewusst gestaltet werde. „Denn in England gibt es  ein gutes Gefühl dafür, dass es eine gewisse Distanz zwischen Staat und Kirche geben muss“, so Volker Jung. In Deutschland gebe es hingegen eine klarere Trennung zwischen Kirche und Staat, wobei das Verhältnis auf eine gute kooperative Beziehung angelegt sei.     

Die Queen und Ehemann Prinz Philipp haben mit ihren Begleitern Frankfurt wieder verlassen. Auf eigenen Wunsch hin wird die Queen gegen Ende ihrer Reise die Gedenkstätte Bergen-Belsen besuchen - und damit zum ersten Mal ein ehemaliges Konzentrationslager. 

Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Matthäus 25, 40

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/tolga tezcan

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