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Veranstaltungsreihe von Aschermittwoch bis Ostermontag

Sodener Passion spürt dem Heiligen in der Welt nach

Margarethe ZahnMadonnengitter Margarethe ZahnMadonnengitter Margarethe Zahn

Unter dem Motto „Heilig. Heilig? Heilig!“ beginnt am Aschermittwoch (10. Februar) auch in diesem Jahr wieder die „Sodener Passion“. Bereits seit 13 Jahren gibt es die ökumenische Veranstaltungsreihe der Kirchengemeinden in Bad Soden.

Eröffnet wird die Sodener Passion am Aschermittwoch mit einer Eucharistiefeier und Aschenkreuz-Segnung durch die Pfarrer aller beteiligten Kirchen – beendet wird sie am Ostermontag mit einem ökumenischen Gottesdienst, der eine Agapefeier einschließt. In den sieben Wochen der Passionszeit gibt es zahlreiche Gottesdienste, Vorträge und Andachten. Einen Höhepunkt bildet jedes Jahr der Kreuzweg am Samstag vor dem Palmsonntag. Wie beim biblischen Einzug in Jerusalem tragen evangelische, methodistische und katholische Christen das Passionskreuz begleitet von einem Esel durch ihre Stadt.

Das diesjährige Thema ist abgeleitet von Jesaja 6,3: „Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!“ Gott ist der Heilige und die Welt wird zunehmend entheiligt. Ausgehend von der Beobachtung eines immer größer werdenden Abstands zwischen Gottes- und Welterfahrung steht die Frage nach dem Heiligen im Zentrum der Sodener Passion 2016. Dabei nimmt der Titel der Veranstaltungsreihe das Dreimalheilig der Engel aus Jesaja 6,3 und Offenbarung 4,8 auf, stellt es in Frage, um es dann zu bekräftigen: „Heilig. Heilig? Heilig!“ Die Sodener Passion spürt dem Heiligen in der Welt nach: Heiligen Personen, heiligen Handlungen, heiligen Orten.

Passend dazu beinhaltet das Veranstaltungsprogramm die Vorträge „Das Heilige – ein Wort für religiöse Erfahrungen“ von Jörg Splett, Professor em. für Philosophie und Lehrbeauftragter der Hochschule München; „Heilige Räume: Kirchen als Schutz-Raum“ von Hildegund Niebsch, Referentin für Fragen der Flucht und Migration bei der Diakonie Hessen; „Vasa Sacra – Heilige Gefäße und ihre Bedeutung“ von Kunsthistorikerin Dr. Hildegard Lütkenhaus sowie „Religion und Gewalt – eine unheilige Allianz“ von Pfarrer Andreas Herrmann, Referent für interreligiösen Dialog im Zentrum Ökumene Frankfurt.

Musikalisch interpretiert wird das Thema der Passion beim Chor- und Orgelkonzert „Sanctus, Sanctus, Sanctus“ mit dem Vocalconsort Frankfurt unter der Leitung von Tobias Landsiedel am Palmsonntag sowie bei der Uraufführung des dreiteiligen Orgelwerkes „Sanctus“ von Andreas Pechtold im Rahmen der Passionsandacht am 13. Februar.  Die Passionsandachten stellen die Glaubenszeugen und Heiligen der Sodener Kirchen in den Mittelpunkt: Maria, Elisabeth von Thüringen,  Katharina von Alexandrien, Augustinus, John Wesley und Johannes der Täufer.

In der ersten Passionsandacht in der evangelischen Kirche Bad Soden erfolgt die Annäherung an Maria über das Kunstwerk „Madonnengitter“ von Margarete Zahn, das die ganze Passionszeit hindurch in der Kirche präsent sein wird, und das auch auf dem Titel des Faltblatts zur Veranstaltungsreihe zu sehen ist. Es zeigt eine historische Madonnenfigur aus Holz, die von einem modernen Holzgitter umgeben ist. Es nimmt Spannung zwischen der „Himmelskönigin“ einerseits und der „Niedrigkeit der Magd“ (Magnificat, Lukas 1,48) auf.

Einen etwas anderen Blick auf das Heilige bietet der Ausflug in die Commerzbank Arena nach Frankfurt am 7. März. Denn als Ort der Emotionen und Rituale, der Gemeinschaftserfahrungen und der Auseinandersetzung mit Triumph und Scheitern werden Stadien oftmals als Fußballtempel und Spieler als Fußballgötter bezeichnet. Menschen machen dort Erfahrungen, die religiöse Dimensionen besitzen und als heilig empfunden werden können.

Die Bad Sodener Passion ist eine Veranstaltungsreihe der evangelischen Kirchengemeinden Bad Soden und Neuenhain, der katholischen Kirchengemeinde St. Marien und St. Katharina, der Evangelisch-methodistischen Kirche Neuenhain sowie der Evangelischen Familienbildung Main-Taunus.

Eine Übersicht der Veranstaltungen zeigt die Internetseite www.sodener-passion.de

Dies Gebot haben wir von ihm,
daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4, 21

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/issalina

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