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Sport-Festival

Sport-Festival für Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom

Charlotte MattesMeryem rennt mit vollem Tempo um den Spielplatz. Eine Vorbereitung auf das Down-Sportlerfestival.Meryem rennt mit vollem Tempo um den Spielplatz. Eine Vorbereitung auf das Down-Sportlerfestival.

Von Therapie-Pferden über Weitsprung bis zur Modenschau. In Frankfurt gibt es ein Sport-Festival nur für Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom. Die 13-jährige Meryem hat schon häufig teilgenommen. EKHN-Reporterin Charlotte Mattes hat Meryem besucht und erfahren, was die Jugendliche besonders mag.

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Meryem mit ihrer Mutter Margot. Meryem liebt es Sport zu machen und zu toben. Schon als Zweijährige hat Meryem beim Down-Sportlerfestvial mitgemacht. Meryem Gürbüz mit ihrem ersten Zertifikat vom Down-Sportlerfestival.

Meryem rennt mit fliegendem Pferdeschwanz und vergnügtem Gesichtsausdruck um den Spielplatz neben ihrer Wohnung. Dann bleibt sie am Rand stehen, nimmt Anlauf und springt in den Sand. So bereitet sich die 13-Jährige auf das Deutsche Down-Sportlerfestival am 4. Juni in Frankfurt vor. Ihre Disziplinen: „Rennen, Weitsprung und Tanzen“, erklärt die Offenbacherin.

Meryem liebt Zumba

Bei dem Sportfestival gibt es neben den Sportarten: Laufen, Weitsprung, Weitwurf, Tennis und Tischtennis, auch Workshops. Unter anderem Tanzen und Golfen. Außerdem stehen Therapie-Pferde und behindertengerechte Fahrräder zur Verfügung. Meryem ist in ihrer Freizeit sehr aktiv. „Ich mache gerne Sport und tobe gerne“. Sie tanzt, spielt in einer Theatergruppe, macht Hapkido, eine Kampfkunst, und geht ab und zu schwimmen. „Ihren Papa steckt sie beim Schwimmen in die Tasche“, wirft Mutter Margot Gürbüz fröhlich ein.
Vor allem Zumba macht Meryem viel Spaß. Sie erklärt begeistert: „Wenn ich Musik anmache, dann tanze ich nur noch oder mache Hula Hoop“. Justin Bieber ist ihr Lieblingssänger. Als sie von ihm spricht, strahlen ihre Augen und sie hüpft aufgeregt auf und ab.

„Alle Menschen sind von Gott gewollt und individuell von ihm gemacht“

Margot ist sehr stolz auf ihre Tochter. „Das Down-Syndrom ist eine Laune der Natur, meine Tochter kann alles, was andere auch können, sie braucht nur länger dafür“, erklärt die 54-Jährige. Sie geht seit elf Jahren mit Meryem auf das Festival und erzählt, dass sie jedes Mal weinen müsse, weil die Erlebnisse auf dem Festival so ergreifend seien. Vor allem der Einzug der Sportler treibe ihr Tränen in die Augen. Margot ist der Meinung, dass es Jugendlichen gut tue, wenn sie sehen, dass es viele Menschen mit Down-Syndrom gäbe. Denn beispielweise sei Meryem in ihrem Wohn-Viertel das einzige Kind mit Down-Syndrom. Mutter und Tochter sind gläubige Christen und engagieren sich in der evangelischen Lukas und Matthäus Gemeinde in Offenbach. Für Mutter Margot ist klar: „Alle Menschen sind von Gott gewollt und individuell von ihm gemacht“.  

Down-Sportlerfestival am 4. Juni 2016
Beim diesjährigen Festival werden rund 600 Sportlerinnen und Sportler mit Down-Syndrom ab 4 Jahren erwartet. Das Festival beginnt um 9 Uhr und geht bis 17 Uhr.
Laut Pressestelle des Down-Sportlerfestivals können Sportlerinnen und Sportler auch spontan kommen, insofern sie die Anmeldung versäumt haben.
Das Festival findet am Samstag, den 4. Juni 2016 im Sport- und Freizeitzentrum Kalbach statt.
Die gesamten Sportangebote sind gratis.

Gib uns Vertrauen, Gott, in diesen Zeiten.
Gelassenheit, Besonnenheit und Mut.
Und gib uns Freundlichkeit. Die soll sich ausbreiten.
In unseren Herzen und in unserem Land und überhaupt.

(Doris Joachim)

Doris Joachim

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages_stockam

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