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Stabübergabe beim Neujahrsempfang

Uwe Martini neuer Direktor des Religionspädagogischen Institutes von EKKW und EKHN

KristenUwe Martini mit Sektglas in der HandUwe Martini: „Erheben wir die Gläser und stoßen an, weil uns allen an einem guten Religionsunterricht an den Schulen und einer guten Konfirmandenarbeit in den Gemeinden liegt.“

Beim ersten Neujahrsempfang des neuen gemeinsamen Religionspädagogischen Institutes (RPI) der Evangelischen Kirche von Kurhessen und Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) stand der Wechsel in der Institutsleitung im Mittelpunkt. Seit 1. Dezember 2015 ist Uwe Martini Direktor des RPI.

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Die Beteiligten lesen die Fürbitte Singender Chor Neebe am Rednerpult Simonjoki am Rednerpult

Das erstes Jahr als gemeinsames Institut beider Kirchen voller Erfahrungen ist vorbei, Zeit und Anlass zu bilanzieren und nach vorne zu schauen. Dr. Gudrun Neebe, ehemalige Leiterin des pti der EKKW hatte das neue Institut durch die ersten Monate hindurch geführt und wechselte zum 1. Dezember in das Bildungsdezernat der Evangelischen Kirche nach Kassel. Ihr folgte nach als neuer Direktor der ehemalige Leiter des RPI der EKHN, Pfarrer Uwe Martini.  Er gilt als erfahrener Mann im religionspädagogischen Geschäft. Zehn Jahre leitete er ein theologisches Ausbildungsinstitut der evangelischen Kirchen in Nicaragua, war Schulpfarrer an einem Gießener Gymnasium, leitete das religionspädagogische Amt der EKHN in Gießen und übernahm 1999 die Leitung des RPZ in Schönberg / Ts. Federführend organisierte er den Übergang des RPZ zum RPI der EKHN mit Sitz in Dietzenbach und baute die erste religionspädagogische Regionalstruktur des Institutes auf. Uwe Martini ist 57 Jahre alt, seine Frau Jutta ist Gemeindepfarrerin der EKHN.

Zeit der Konsolidation

Für Martini ist nun eine Zeit der Konsolidation gekommen. Das Fundament des neuen Institutes sei nun gelegt.  „Wir brauchen Routinen und Standards auf die wir immer wieder zurückgreifen können. Darin wird sich zeigen, was Bestand hat und was angepasst, reguliert oder auch verworfen werden muss. Diese Routinen schaffen Handlungssicherheit nach innen und Verlässlichkeit nach außen.“ Ohne eine Vision liefe dies jedoch ins Leere, sagte Martini:  „Das neue Institut bedeutet eine Veränderung im Denken religionspädagogischer Arbeit. Wir als evangelische Kirche denken nicht mehr von uns aus, weder von Kassel aus, noch von Dietzenbach aus oder früher von Schönberg aus. Wir gehen in die Regionen unseres Landes,  um vor Ort Lehrkräfte zu treffen und mit ihnen zusammen Religionsunterricht weiterzuentwickeln.  Darum wird es in Zukunft gehen:  Netzwerke bauen. Präsenz zeigen, Kooperationen in der Region gestalten.  Da sein, wo Schule geschieht und wo Schule und Schulgemeinschaft sich entwickeln. Das neue RPI trägt nicht Inhalte von außen an das System Schule hinein, um es zu verändern, sondern die Inhalte werden im Kontakt gemeinsam mit Unterrichtenden im System Schule generiert und umgesetzt und so Veränderungen der Bildungsangebote für die Kinder und Jugendlichen  herbeigeführt. Das ist unsere Vision.“ 

Integration beginnt in den Schulen

In den aktuellen gesellschaftlichen Fragen der Flüchtlingsfrage sieht Martini das RPI als kirchliches Fortbildungsinstitut  in der ersten Reihe:  „Wer wenn nicht wir (als Kirche) können deutlich machen, dass wir als Deutsche sehr wohl religiöse Werte und religiöse Überzeugungen leben und diese in ein Gegenüber zu den religiösen Werten und religiösen Überzeugungen derer bringen könne, die uns als Flüchtlinge aufsuchen. Ein RPI ist als kirchliche Einrichtung Träger dieser Kompetenzen.  Ein RPI steht aber gleichzeitig als eine im staatlichen Bildungssystem verankerte Einrichtung dort, wo letztlich nachhaltige Integrationsprozesse ja erst beginnen: In den Schulen.“  

Fusion brachte Kreativitätsschub 

Die vormalige Direktorin Dr. Gudrun Neebe lies das vergangene Jahr Revue passieren: „Mit der Fusion hat sich aus meiner Sicht ein Kreativitätsschub verbunden. Es wurde nicht gejammert und geklagt, sondern auf wirklich gute Weise über Kirchengrenzen und Fachlichkeitsgrenzen hinweg kooperiert.“   Auf diese Kooperationsbereitschaft käme es an:  „Keine der beiden Kirchen hat ihr Institut verloren, sie haben viel mehr ein verstärktes gut aufgestelltes gemeinsames Institut in Trägerschaft der EKKW bekommen.“   Zu dem Wechsel in der Leitung sagte sie:  „Mit Uwe Martini haben wir nun eine RPI-Leitung, die die Arbeit gut kennt. Er fängt ja nicht ganz neu an, sondern er macht weiter: seins und meins und unsers.“  Dr. Neebe verband ihren Rückblick mit Worten des Dankes an alle, die mit dazu beigetragen haben. 



Glück ist Verbundenheit,
also eben nicht die unverbundene Selbststeigerung,
die alles andere benutzt zur eigenen Optimierung.

(Fulbert Steffensky)

Johannes 1,16

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, rusm

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