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EKD Synode

Volker Jung in Rat der EKD gewählt

EKHN/BongardVolker Jung 2015Volker Jung 2015

Kirchenpräsident Volker Jung ist in den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Nach vier Jahrzehnten ist damit wieder ein Leitender Geistlicher aus Hessen-Nassau Mitglied im Spitzengremium der rund 23 Millionen deutschen Protestanten.

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Kirchenpräsident Jung spricht: Vorstellungsrede bei der EKD-Synode in Bremen Erste Gratulanten in Bremen: EX-Ratsvorsitzender Wolfgang Huber beglückwünscht Volker Jung Noch ein bekanntes Gesicht gratuliert Volker Jung: Der jetzige Militärbischof der EKD und frühere süd-nassauische Propst Sigurd Rink

Darmstadt / Bremen, 10. November 2015. Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, ist am Dienstag (10. November) in den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Bei der in Bremen tagenden Synode der EKD erhielt er von 23 Kandidatinnen und Kandidaten einen der 14 Sitze im bundesweiten Leitungsgremium der evangelischen Kirche. Jung ist damit seit 42 Jahren der erste Leitende Geistliche aus Hessen-Nassau, der wieder einen Platz im Spitzengremium des deutschen Protestantismus einnimmt. Zuletzt war 1973 Helmut Hild - Kirchenpräsident der EKHN von 1969 bis 1985 - in den Rat gewählt worden. Jung sagte nach seiner Wahl: „Ich freue mich, nun hessen-nassauische Erfahrungen in den Rat einbringen zu können und Mitverantwortung für die Evangelische Kirche in Deutschland tragen zu dürfen.“

Kirchenpräsident: Evangelium ist in die Welt gerichtet

In seiner Vorstellungsrede war der hessen-nassauische Kirchenpräsident auf die aktuellen Herausforderungen der evangelischen Kirche eingegangen. Ihre Leitfrage dürfe nicht lauten: „Was brauchen wir?“, sondern „Was braucht die Welt, was brauchen die Menschen von uns?“. Dies folge „der großen Bewegung Gottes, der sich in Jesus Christus an die Welt richtet“. Als Beispiel nannte Jung das Engagement vieler Gemeinden in der Flüchtlingshilfe. Dies helfe Menschen in Not – und entspreche damit dem Auftrag der Kirche. Christinnen und Christen könnten zudem dazu beitragen, dass „das Zusammenleben von Konfessionen, Religionen und nicht-religiösen Menschen in unserem Land gelingt“.  Schließlich ermunterte Jung die Synodalen: „Reden wir als Protestanten mit Zuversicht im Herzen über unseren Glauben – in öffentlichen Debatten, aber auch und besonders mit unseren Kindern“.

Zur Person: Dr. Volker Jung

Volker Jung wurde 1960 in Schlitz (Vogelsbergkreis) geboren. Er studierte evangelische Theologie in Bielefeld-Bethel, Heidelberg und Göttingen. Von 1985 bis 1990 arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Göttingen. Nach dem Vikariat in Alsfeld, dem Zweiten Theologischen Examen und einem Spezialvikariat bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war er Pfarrer in den Kirchengemeinden Stumpertenrod und Köddingen im Vogelsberg sowie Beauftragter für Erwachsenenbildung im Dekanat Alsfeld. 1997 übernahm Jung eine Pfarrstelle in Lauterbach. 1998 promovierte er zum Doktor der Theologie. Im gleichen Jahr wurde er zusätzlich zum Pfarramt Dekan in Lauterbach und später Dekan des neu entstandenen Dekanats Vogelsberg. 2008 entschied Jung die Wahl zum Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) für sich. Seit seinem Amtsantritt an der Spitze der rund 1,6 Millionen Mitglieder zählenden Kirche im Januar 2009 übernahm er auch Aufgaben auf EKD-Ebene. So ist Jung seit 2010 Vorsitzender der EKD-Kammer für Migration und Integration und war in dieser Eigenschaft bis 2013 auch Mitglied des Integrationsbeirates der Bundesregierung. Jung ist zudem einer der Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirates der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung und seit 2014 stellvertretender Vorsitzender der Union Evangelischer Kirchen (UEK). Er gehört außerdem dem Leitungskreis „Reformationsjubiläum 2017“ an. Von 2009 bis 2013 arbeitete er auch in der Ad-Hoc-Kommission mit, die den Text „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit. Familien als verlässliche Gemeinschaft stärken - Eine Orientierungshilfe des Rates der EKD“ erarbeitete.

Hintergrund: Rat der EKD

Dem Rat der EKD, der für sechs Jahre gewählt wird, gehören 15 Mitglieder an. 14 dieser Mitglieder werden gemeinsam von Synode und Kirchenkonferenz gewählt. Die Präses der Synode steht kraft ihres Amtes als Mitglied des neuen Rates bereits fest. Wahlberechtigt sind die 120 Mitglieder der 12. EKD-Synode und die Mitglieder der Kirchenkonferenz der EKD, die von den Leitungen der Gliedkirchen gebildet wird. Jede Landeskirche hat bei der Ratswahl eine Stimme. Der Rat leitet die EKD in allen Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich anderen Organen vorbehalten sind. Insbesondere soll er mit theologischer und missionarischer Arbeit die Gemeinschaft der Gliedkirchen in der EKD befördern, für die Zusammenarbeit der kirchlichen Werke und Verbände in allen Bereichen sorgen, die evangelische Kirche in der Öffentlichkeit vertreten und zu Fragen des religiösen und gesellschaftlichen Lebens Stellung nehmen.

Fernsehtipp
Kirchenpräsident Volker Jung ist am kommenden Sonntag, 15. November von 9.40 bis 10.10 Uhr im HR-Fernsehen im Interview zu sehen. Titel der Sendung: „Zur Sache, Herr Kirchenpräsident!“. Die Fragen stellt Meinhard Schmidt-Degenhard.

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Lukas 21, 28

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von david-hertle / unsplash

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