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Würde

Was Passanten für obdachlose Menschen tun können

track5/istockphoto.comObdachloser auf der Straße

Viele obdachlose Menschen sind der Witterung ausgeliefert. Erst Anfang Februar 2015 ist ein 39-Jähriger tot am Frankfurter Hauptbahnhof bei Eiseskälte aufgefunden worden. Können Passanten dazu beitragen, eine solche Situation zu verhindern?

In großen Städten wie Frankfurt am Main stellen unterschiedliche Einrichtungen, auch die Diakonie, Hilfe für Obdachlose bereit. So suchen beispielsweise Kältebusse die wohnungslosen Menschen auf, die Mitarbeiter schauen nach, wie es den Betroffenen geht, verteilen eventuell Tee, Isomatten und Schlafsäcke. Auch der 39-jährige Obdachlose wurde noch zwei Tage vor seinem Tod von Mitarbeitern des "Vereins für soziale Heimstätten", der den Kältebus betreibt, ausgestattet.
Deshalb macht es durchaus Sinn, auch als Passant aufmerksam zu sein. Einen wohnungslosen Menschen anzusprechen, nach seinen Bedürfnissen zu fragen und ihm eventuell ein paar Münzen zu geben, ist eine Möglichkeit. Doch Nicole Frölich von der Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werks Darmstadt-Dieburg hat weitere Tipps:

1. „Sie können ihn an eine Einrichtung für wohnungslose Menschen vermitteln.“
Wenn Sie mit Ihrem Smartphone unterwegs sind, können Sie mobil eine PDF-Datei mit Kontaktdaten von Einrichtungen des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau abrufen. Oder Sie notieren sich die Adressen aus Ihrer Stadt, um dem Betroffenen helfen zu können.
Wohnungslosenhilfe in der Diakonie Hessen - Dienste und Einrichtungen (PDF)

2. „Kontaktieren Sie die Polizei.“
In vielen kleineren Städten, Gemeinden oder Orten gibt es keine Wohnungslosenhilfe, daher kann die Polizei dem Betroffenen helfen, bevor Schlimmeres passiert. Allerdings sollte über diesen Schritt mit dem Obdachlosen gesprochen werden. Die Notrufnummer lautet: 110

Erfahrungen im Umgang mit wohnungslosen Menschen hat Nicole Frölich als Leiterin der „Fachberatungsstelle Teestube KONKRET“ in Darmstadt gesammelt. Tagsüber können sich dort obdachlose Menschen aufhalten, aufwärmen oder etwas essen. In einem kleinen Arztzimmer können sich die Besucher medizinisch versorgen lassen, ihr Fahrrad reparieren, oder ihre Wäsche waschen. In der Fachberatungsstelle kümmern sich Sozialpädagogen um die akute Existenzsicherung, Wohnungssicherung und helfen bei Rechtsansprüchen.

Auch in anderen Städten gibt es weitere Einrichtungen und Hilfsangebote für wohnungslose Menschen (siehe rechte Leiste). 

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

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