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Adventsaktion vor Wiesbadener Marktkirche

Wiesbadener mit großem Herz für benachteiligte Kinder

Jörn von Lutzau

Die Aktion „Christbaum für Kinder“ in Wiesbaden geht weiter. Weil hilfsbereite Bürger mehr als die 94 Wünsche armer Kinder erfüllen wollen, verlängert die Evangelische Stadtkirchenarbeit die Adventsaktion.

Während kurz vor Weihnachten an vielen Orten in Deutschland die Weihnachtsbäume in die Wohnzimmer gestellt und von Familienmitgliedern gemeinsam geschmückt werden, passiert in Wiesbaden genau das Gegenteil. Hier wird der Weihnachtsbaum abgeschmückt.

Ein Weihnachtsbaum voller Wünsche

Neugierig nähern sich Besucher des Sternschnuppenmarkts dem etwa zwei Meter hohen Weihnachtsbaum, der direkt vor dem Portal der Marktkirche steht. Er ist seit dem 29. November mit laminierten Zetteln geschmückt, nicht mit Christbaumkugeln und Lametta. Auf ihnen stehen Wünsche von Kindern, die ihnen ihre Eltern aus finanziellen Gründen nicht erfüllen können: Ein Besuch im Kino. Ein Gutschein für die Schlittschuhbahn. Ein Tischtennisschläger und Bälle. 

Jetzt auch Geschenke für Flüchtlingskinder

Die ersten 94 Wunschzettel waren schon nach vier Tagen weg. Bei der Organisatorin, Pfarrerin Annette Majewski, häuften sich bald die Anrufe: „Dann riefen die Leute an und sagten: Wir haben keinen Wunsch gefunden, wir wollen da jetzt gerne auch was abpflücken. Wir finden das wichtig, da etwas zu tun!“ Jetzt gibt es neue Wunschzettel. „Wir haben uns mit Menschen aus Flüchtlingsunterkünften zusammengesetzt, damit jetzt auch Wünsche von Kindern aus diesen Einrichtungen erfüllt werden können“, so Pfarrerin Majewski. 

„Man kann froh und dankbar sein“

Die 80 neuen Wunschzettel werden nun nach und nach von Helfern an den Weihnachtsbaum gehängt. Kaum eine Minute vergeht, schon stehen Passanten um den Baum herum und betrachten die Wünsche der Kinder. Sobald alle diese Wünsche erfüllt worden sind, soll es aber keine weitere Verlängerung geben. „Ich denke, dann ist einfach auch gut. Viele Menschen haben sich beteiligt und man kann froh und dankbar dafür sein“, bilanziert Majewski zufrieden. Die Aktion habe ihr gezeigt, dass die Menschen in ihrer Stadt doch viel mehr Anteil an dem Schicksal anderer Menschen nehmen, als sie zuvor gedacht hatte. 

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

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