Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
**Alt-Text:** Skizzenhafte Karte eines Nachbarschaftsraums aus der Vogelperspektive. In der Mitte steht eine Kirche, umgeben von verschiedenen Einrichtungen und Akteuren des Gemeinwesens: Kita, Schule, Spielplatz, Sportverein, Heimatverein, Rathaus, Diakoniestation, Umweltverband (BUND) sowie Unternehmen. Wege und Bäume verbinden die Gebäude und verdeutlichen die Vernetzung im Sozialraum.

© EKHN

    Für Engagierte
  • ekhn2030

Gemeinwesenorientierung als Chance für Kirche vor Ort

veröffentlicht 26.02.2026

von Peter Bernecker

Neue Impulse für lebendige Nachbarschaften: Handreichung, Fortbildung, Austausch im Netzwerk.

Die Sozialraum- und Gemeinwesenorientierung ist ein zentrales strategisches Ziel im Zukunftsprozess ekhn2030. Dahinter steht die Überzeugung, dass kirchliches Leben dann besonders wirksam ist, wenn es sich konsequent an den Lebenswelten der Menschen im unmittelbaren Umfeld orientiert. Die aktualisierte Praxishandreichung für Nachbarschaftsräume lädt dazu ein, genau hier anzusetzen – und die Vision einer „Kirche mittendrin“ konkret werden zu lassen.

Kirche im Sozialraum neu denken

Was bedeutet es, Kirche nicht nur für, sondern gemeinsam mit den Menschen im Quartier zu gestalten? Die Handreichung zeigt auf, wie Gemeinden ihre Rolle im Gemeinwesen aktiv weiterentwickeln können: als verlässliche Partnerinnen, als Orte der Begegnung und als Impulsgeberinnen für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Dabei wird deutlich: Gemeinwesenorientierung ist kein zusätzliches Projekt, sondern eine Perspektive, die sich in viele aktuelle Aufgaben integrieren lässt. Sie kann mitgedacht werden

  • bei der Arbeitsteilung im Verkündigungsteam,
  • in der Weiterentwicklung kirchlicher Gebäude und Flächen,
  • bei Fragen nachhaltiger Nutzung und Klimaschutzmaßnahmen,
  • sowie in der Kooperation mit lokalen Initiativen, Kommunen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Wichtigste Neuerungen: 

  • Wegfall des bisherigen Kapitels 2.1. „Bildung der Nachbarschaftsräume“.
  • Ergänzung eines neues Kapitels 3 „Gemeinwesenorientierte Aspekte bei ausgewählten Themen“: Impulse,  wie der Blick ins Gemeinwesen die Arbeit auch bei ausgewählten, nicht sozial-diakonischen Themen bereichern kann (Themen: Inklusion, Demokratieförderung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Dorf-, Stadt- und Regionalentwicklung). 
  • Ergänzung des Unterkapitels „Fördermöglichkeiten“ im Kapitel „Unterstützungssysteme zur Sozialraum- und Gemeinwesenorientierung“ (jetzt Kap. 4).

Praxisnah und kompakt

Die Praxishandreichung (Update Januar 2026) bündelt Hintergrundwissen, methodische Anregungen und konkrete Beispiele aus der kirchlichen Praxis.

Sie richtet sich insbesondere an Kirchenvorstände, Steuerungsgruppen und Verkündigungsteams, die ihre Nachbarschaftsräume zukunftsfähig gestalten möchten. Als kompakte Arbeitshilfe unterstützt sie dabei, neue Wege auszuprobieren und vorhandene Ressourcen gezielt zu vernetzen.

Beratungs- und Fortbildungsangebote

Eine Übersicht finden Sie hier:

Individuelle Absprachen sind selbstverständlich möglich.

Austausch im Netzwerk

Wer Erfahrungen teilen und von anderen lernen möchte, ist eingeladen, sich in die Aktivitäten des Netzwerk Gemeinwesendiakonie Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland einzubringen. Das Netzwerk bietet Raum für kollegialen Austausch, fachliche Impulse und gemeinsame Weiterentwicklung gemeinwesendiakonischer Ansätze.

Informationen dazu unter: www.zbg-ekhn.de/netzwerk-gwd

Gemeinwesenorientierung lebt vom Mitmachen.
Wenn Kirche sich als Teil des sozialen Gefüges versteht, entstehen neue Formen von Präsenz, Kooperation und Relevanz. Nutzen Sie die Materialien, kommen Sie ins Gespräch – und gestalten Sie Kirche im Nachbarschaftsraum aktiv mit.

Kontakt

Susanne Talmon

Adresse anzeigen

@Adressänderungen mitteilen

Social Media

Das könnte dich auch interessieren

Mehr Artikel anzeigen
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Aktuelle Nachrichten, geistliche Impulse

Bleiben Sie digital mit uns in Kontakt und wählen Sie aus, welche Themen Sie interessieren.

Newsletter entdecken