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Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ordnet die musikalische Arbeit mit Bläserinnen und Bläsern neu. Dazu soll bis spätestens Ende des Jahres eine neue Stelle im dafür zuständigen Zentrum Verkündigung der hessen-nassauischen Kirche mit Sitz in Frankfurt eingerichtet werden, wie die Pressestelle der EKHN am 6. März mitteilte. Die 2023 beschlossene Neuausrichtung sieht vor, dass zukünftig nicht mehr drei Landesposaunenwarte, sondern nur noch eine Stelle für die Posaunenchorarbeit die fachliche Unterstützung der Posaunenchöre seitens der Gesamtkirche übernimmt.
Die Maßnahmen gehören zum umfassenden Reformprozess „ekhn2030“, bei dem die hessen-nassauische Kirche ihre Ausgaben bis zum Jahr 2030 um 140 Millionen Euro absenken muss. Alle Arbeitsbereiche sind dabei von teils massiven Einschnitten betroffen.
Die EKHN hatte sich im Februar 2025 vorzeitig vom letzten verbliebenen Landesposaunenwart getrennt und die Zusammenarbeit beendet. Dies hatte zu Verunsicherung bei vielen Musikerinnen und Musikern vor allem im Bereich Oberhessen geführt. Unter anderem wurde dabei kritisiert, dass eine unmittelbare fachliche Begleitung der Posaunenchorarbeit nicht mehr gewährleistet ist. Das Zentrum Verkündigung arbeitet derzeit gemeinsam mit dem Posaunenwerk der EKHN und seinen Bezirken an Übergangslösungen, bis die neue Stelle eingerichtet ist.
Zuletzt war es wegen der Veränderungen auch zu Protestaktionen von einzelnen Musikerinnen und Musikern gekommen. Dabei wurden unter anderem Todesanzeigen verschickt oder in sozialen Medien auf die eingetretene Situation eindrücklich hingewiesen. Der Landesposaunenrat hatte sich zugleich „als für das Posaunenwerk Verantwortliche“ deutlich von diesen Aktionen distanziert. Die Initiatorinnen und Initiatoren des Protestes sprächen „nicht für die Mehrheit und schon gar nicht für die Gesamtheit der ehrenamtlich Aktiven in den Posaunenchören der EKHN“, heißt es in einer Stellungnahme. Der Landesposaunenrat wolle auch dem Eindruck entgegentreten, „dass die Posaunenchorarbeit unserer Landeskirche in ihrer Existenz gefährdet wäre“. Es sei gleichzeitig „dringend notwendig, die Unterstützung der Posaunenchorarbeit durch das Zentrum Verkündigung neu zu konzeptionieren und neue Wege gemeinsam zu gehen.“
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