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Gottesdienst am Ostermontag (6. April)
mit Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz in der Dreikönigskirche in Frankfurt, 11.00 – 12.00 Uhr
Inmitten von Krisen, Konflikten und negativen Schlagzeilen hat die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Christiane Tietz, dazu aufgerufen, die christliche Osterbotschaft als Quelle einer realistischen Hoffnung ernst zu nehmen. Ostern eröffne einen klaren Blick auf die Wirklichkeit, so Tietz in einem am Mittwoch (1. April) erschienen Beitrag auf der Internetseite der hessen-nassauischen Kirche www.ekhn.de.
Viele Menschen sehnten sich gerade in der jetzigen Zeit nach guten Nachrichten und hoffnungsvollen Perspektiven. Stattdessen bestimmten häufig Berichte über Kriege, Gewalt, Hunger und politische Machtkonflikte die öffentliche Wahrnehmung, so die Kirchenpräsidentin.
Die christliche Botschaft von der Aufweckung Jesu Christi und davon, dass Gott mächtiger sei als alle Todesmächte, helfe zu einer hoffnungsvollen Haltung, die gleichzeitig das Leid in der Welt nicht einfach „durchstreicht“. In der christlichen Tradition werde der auferstandene Christus oft mit Wundmalen dargestellt. Tietz: „Diese Darstellung macht deutlich: Das Leid wird nicht ungeschehen gemacht. Doch das letzte Wort behält es nicht.“
Ostern ermögliche damit nach Worten von Tietz eine realistische Sichtweise, „das Schwierige wie auch die Hoffnungsmomente im Leben wahrzunehmen - gerade in Zeiten, in denen das Schwarzsehen wieder Konjunktur hat oder die rosarote Brille zur Verführung wird.“ Der Glaube helfe zu einem klaren Blick auf das Leben – mit all seinen Brüchen und zugleich mit der Gewissheit, dass „Gottes Lebenskraft stärker ist als die Mächte des Todes“.
