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"Big Tech" ist Thema in der Evangelischen Akademie Frankfurt
veröffentlicht 03.11.2026
von Renate Haller (epd)
Digitalkonzerne entscheiden zunehmend darüber, was im Internet sichtbar ist. Ihr Einfluss und die Frage, ob und wie die Macht von "Big Tech" begrenzt werden sollte, beschäftigt Podiumsteilnehmer der Evangelischen Akademie Frankfurt.
Der Medienwissenschaftler Martin Andree warnt vor der Dominanz großer Digitalunternehmen wie Google, Meta oder Amazon. Wie die Tech-Giganten die politische Meinungsbildung beeinflussen und welche Folgen ihre Macht für die Vielfalt der Medien haben kann, wird Thema der Veranstaltung “Big Tech muss weg?” in der Evangelischen Akademie Frankfurt am 1. Dezember sein. Andree diskutiert an diesem Abend mit Georgios Gounalakis, Vorsitzender der
Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), und Rieke C. Harmsen, Chefredakteurin von Sonntagsblatt.de und Leiterin der Abteilung Crossmedia im Evangelischen Presseverband für Bayern.
“Internet praktisch gekapert”
In seinem 2023 erschienenem Buch “Big Tech muss weg? Die Digitalkonzerne zerstören Demokratie und Wirtschaft - wir werden sie stoppen” schreibt der Kölner Wissenschaftler Andree, dass einige Digitalkonzerne das Internet praktisch gekapert hätten. Sie kontrollierten einen Großteil des Datenverkehrs, wodurch das einst
offene, an Verlinkungen orientierte Internet weitgehend verschwunden sei. Durch die Monopolisierung liege die Entscheidung, welche Inhalte im Netz sichtbar sind, bei wenigen Unternehmen. In der Folge kontrollierten diese Unternehmen mit ihren Plattformen zunehmend die politische Meinungsbildung und gefährdeten die Demokratie.
Digitale Öffentlichkeit auf breiter Basis
In der Akademie-Veranstaltung - einer Kooperation unter anderem mit dem Medienhaus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Medienanstalt Hessen - sollen die Folgen des von Andree geforderten Stopps der Digitalkonzerne für die Nutzer digitaler Medien erörtert werden. Thematisiert wird laut Ankündigung auch, wie und ob sich eine digitale Öffentlichkeit gestalten ließe, in der die Spielregeln nicht von wenigen Konzernen bestimmt werden.
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