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Orange Days: Mit Postkarten für besseren Schutz vor Gewalt an Frauen eintreten
veröffentlicht 26.10.2026
von EFHN, Online-Redaktion der EKHN
Noch bevor die Orange Days beginnen, setzt der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau ein Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Jede und jeder kann sich an einer Postkartenaktion an die Politik beteiligen und die konsequente und nachhaltige Umsetzung des Gewalthilfegesetzes fordern.
Materialien der Postkarten-Aktion
Die EFHN stellen ein Postkartenset, Aufkleber und andere Materialien für eine Spende zur Verfügung. Inspirationsbausteine und Forderungen bieten Formulierungshilfen.
Bestellung bei Mechthild Köhl (Telefon: 06151 62706-26, E-Mail: mechthild.koehl@evangelischefrauen.de)
Mit einer Postkarte politischen Druck aufbauen und den Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt stärken: Dazu ruft der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau anlässlich der diesjährigen Orange Days auf. Mit einer landesweiten Postkartenaktion fordert der Verband die hessische Landesregierung auf, das neue Gewalthilfegesetz konsequent, bedarfsgerecht und dauerhaft umzusetzen.
Verlässliches Hilfesystem soll umgesetzt werden
Die Postkarten richten sich an das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales. Ziel ist es, auf die Bedeutung eines flächendeckenden und verlässlichen Hilfesystems für von Gewalt betroffene Frauen und andere Betroffene aufmerksam zu machen. „Gesetze allein schützen noch keine Menschen. Entscheidend ist, dass von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffene Menschen tatsächlich Zugang zu Schutz, Beratung und Unterstützung haben“, sagt Clara Böhme, Referentin Frauen*politik im Landesverband. „Mit unserer Postkartenaktion wollen wir deshalb deutlich machen: Hessen muss jetzt die richtigen Weichen für einen wirksamen und verlässlichen Gewaltschutz stellen.“
Über die Orange Days
Die Orange Days finden jährlich vom 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, statt. Sie machen weltweit auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam und rufen dazu auf, sich für ein Ende geschlechtsspezifischer Gewalt einzusetzen.
Mit Postkarten ein politisches Zeichen setzen
Für die Aktion stellt der Landesverband gegen eine Spende ein Set mit zwölf Postkartenmotiven zur Verfügung. Ergänzt wird das Material durch Inspirationsbausteine für persönliche Botschaften sowie Anregungen für eigene Schreibaktionen in Gemeinden, Frauengruppen oder Vereinen. Aufkleber unterstützen die Aktion zusätzlich.
„Persönliche Postkarten sind in Zeiten überwiegend digitaler Kommunikation ein wirkungsvolles Mittel, um politischen Entscheidungsträger:innen zu zeigen, dass diese Anliegen von vielen Menschen getragen werden“, sagt Clara Böhme. „Mit den Inspirationsbausteinen wollen wir den teilnehmenden Menschen Mittel an die Hand geben, individuelle Botschaften zu verfassen, die verdeutlichen, warum ihnen Gewaltschutz und Prävention wichtig sind.“
„Wir laden dazu ein, die Postkarten zu nutzen und der Landesregierung ein deutliches Signal zu senden: Gewaltschutz darf nicht vom Wohnort, kurzfristigen Finanzierungsversprechen und politischen Entscheidungen, die in jeder Legislatur neu erkämpft werden müssen, abhängig sein. Hessen braucht einen Gewaltschutz, der flächendeckend, bedarfsgerecht und dauerhaft gesichert ist.“
Gewalthilfegesetz: Jetzt ist Hessen gefragt
Mit dem Gewalthilfegesetz wurden auf Bundesebene wichtige Voraussetzungen geschaffen, um Menschen besser vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt zu schützen. Das Gesetz verpflichtet die Länder dazu, ausreichend Schutz- und Beratungsangebote bereitzustellen und langfristig abzusichern.
„Jetzt kommt es auf die Umsetzung in den Ländern an“, sagt Clara Böhme: „Hier werden die Weichen dafür gestellt, ob betroffene Menschen flächendeckend und verlässlich die Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Wir wollen, dass aus dem gesetzlichen Anspruch auch ein tatsächlicher Zugang zu Hilfe in der Lebensrealität der Menschen wird: Frauenhäuser, Fachberatungsstellen und weitere Hilfsangebote müssen ausreichend vorhanden, gut erreichbar und dauerhaft finanziell abgesichert sein.“
Nach Angaben der hessischen Landesregierung soll der Umsetzungsprozess des Gewalthilfegesetzes im Jahr 2026 starten. Geplant sind eine Bestands- und Bedarfsanalyse sowie die Entwicklung eines Finanzierungs- und Ausbauplans für die Hilfestrukturen im Land.
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