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Innovationen erleben: Kirchen zeigen neue Wege für morgen
veröffentlicht 01.06.2026
von Hans Genthe, Onl.-Red.
Von Bienenstöcken bis Lagerfeuergottesdienst: Kirchliche Teams aus EKHN und Bistum Limburg entdeckten in Worms innovative Projekte, digitale Lösungen und neue Formen von Gemeinschaft. Der Tag zeigte: Kirche kann Veränderung – und sie lebt sie bereits.
„Nicht jede Neuerung ist schon eine Innovation“, sagt Daniel Spang von der Firma Renolit. Seine Präsentation war eine von sechs Stationen beim Ökumenischen Tag der Innovationen am 30. Mai 2026 in Worms. Teilnehmende aus dem Bistum Limburg und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau besuchten das Digital Hub, informierten sich über digitale Projekte der Volksbank, lernten die neue City-App der Stadt kennen oder erkundeten den Gemeinschaftsgarten in Pfifflingheim. Auch die Hochschulseelsorge präsentierte neue Konzepte.
Vielfalt der Projekte
Ziel des Tages war es, Menschen und Gruppen zusammenzubringen, die an innovativen Projekten arbeiten. Zehn kirchliche Initiativen stellten sich anschließend beim Gallery Walk im Haus am Dom vor – von Co‑Working‑Space bis Demenztagen. Auch der Wormser Caritas‑Gemeinschaftsgarten war vertreten. Auf 3.500 Quadratmetern bietet er 44 Gruppen Raum für Projekte: von Bienenstöcken über Pflanzgruppen bis hin zu Outdoor‑Camps und Lagerfeuergottesdiensten.
Ein Beispiel für innovative Beteiligung kommt aus Viernheim: Dort müssen drei von vier katholischen Kirchen eine neue Nutzung finden. Gemeinsam mit der Stadt wurde ein mehrstufiger Beteiligungsprozess gestartet, der die Bevölkerung aktiv einbindet. Das Ergebnis soll am 22. Juni 2026 vorgestellt werden.
Kirche als Lerngemeinschaft
Lena Brugger, Pfarrerin für Innovation im Evangelischen Dekanat Mainz, ist überzeugt, dass Glaube, Spiritualität und Gemeinschaft heute relevant bleiben – „jenseits von Sonntagsgottesdienst und Gemeindesaal“. Auch Pröpstin Henriette Crüwell sieht „glänzende Möglichkeiten“ in den aktuellen Entwicklungen. Kirche sei eine Lerngemeinschaft und müsse zu den Menschen gehen, um ihre Bedürfnisse zu verstehen. Stephanie Rieth, Bevollmächtigte des Generalvikars im Bistum Mainz, ergänzt: Innovation in der Kirche bedeute nicht, ein neues Produkt zu entwickeln, sondern neue Wege zu finden, wie die gute Nachricht geteilt und gelebt wird.
Der Innovationstag selbst brachte neue Ideen hervor – etwa die Vision einer Kulturkirche oder das Konzept, erfolgreiche Veranstaltungen mehrfach an verschiedenen Orten anzubieten.
Die EKHN unterstützt innovative Projekte mit einem Innovationsfonds von 3,2 Millionen Euro und fördert vielversprechende Vorhaben mit bis zu 50.000 Euro.
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