Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Hand, die einen Blumenstrauß und ein Gesangbuch hält

© Fundus, Jens Schulze / EMA

Die Konfirmation bleibt weit über den Festtag hinaus prägend
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Konfis interessieren sich wieder stärker für religiöse Themen

veröffentlicht 07.05.2026

von EKD, Online-Redaktion der EKHN

In der EKHN feiern im Frühjahr fast 10.000 Jugendliche ihre Konfirmation. Neue Auswertungen zeigen eine hohe Zustimmung: Deutschlandweit lassen sich 80 Prozent der evangelischen Jugendlichen konfirmieren. Studien belegen zudem, dass religiös interessierte Konfirmierte der Kirche häufiger und länger verbunden bleiben.

Überwiegend im April und Mai feiern in ganz Deutschland hunderttausende evangelische Jugendliche ihre Konfirmation. Aktuelle Auswertungen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zeigen: Die Konfirmation hat für viele junge Menschen eine große persönliche und oft lebenslange Bedeutung.

80 Prozent der evangelischen Jugendlichen lassen sich konfirmieren

Trotz sinkender Kirchenmitgliedszahlen entscheiden sich rund 80 Prozent der evangelisch Getauften für die Konfirmation – ein im internationalen Vergleich hoher Wert. Auch in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) bleibt das Interesse stabil: Fast 10.000 Jugendliche wurden im Jahr 2024 konfirmiert. Auch diese Zahlen bestätigen, dass die Konfirmation zu den stärksten und beständigsten Angeboten der evangelischen Kirche gehört.

In der Konfi-Zeit wächst, oft ganz unscheinbar, Vertrauen – zu sich selbst, zu anderen und zu Gott.

Bischöfin Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der EKD

„Dass sich so viele Jugendliche bewusst für die Konfirmation entscheiden, macht deutlich: Sie wollen mehr als Ablenkung und Alltag – sie suchen Gemeinschaft und einen festen Stand im eigenen Leben“, sagt die Ratsvorsitzende der EKD, Bischöfin Kirsten Fehrs.

Religiöse Themen gewinnen bei Konfis an Bedeutung

Die Studien zeigen, dass die Konfirmation weit über den Festtag hinaus prägend bleibt. Für 82 Prozent der evangelischen Jugendlichen markiert die Konfirmation den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt. Gleichzeitig spielen Gemeinschaft, Feiern und Erlebnisse mit Freundinnen und Freunden eine große Rolle. Auch das Interesse an religiösen Themen hat in den vergangenen Jahren wieder zugenommen. „Die Konfi-Zeit wird von vielen als intensive gemeinsame Erfahrung erinnert, in der existentielle Lebensfragen zur Sprache kommen auf der Suche nach Antworten. Konfirmation ist also nicht nur ein feierliches Segensritual – in ihr verdichten sich spirituelle Orientierung und Sinnsuche“, so die Ratsvorsitzende.

Religiös interessierte Konfirmierte bleiben der Kirche häufiger und länger verbunden

Auch auf das Verhältnis zur Kirche hat die Konfirmation langfristige Auswirkungen: Menschen, die sich in dieser Zeit mit Glaubensfragen auseinandersetzen, bleiben deutlich häufiger kirchlich verbunden. So liegt die Wahrscheinlichkeit eines späteren Kirchenaustritts bei religiös interessierten Konfirmierten bei lediglich 15 bis 23 Prozent, während rund 70 Prozent derjenigen, die sich gegen eine Konfirmation entscheiden, später aus der Kirche austreten. „Die Konfirmation ist und bleibt für viele junge Menschen eine Herzensangelegenheit“, so Bischöfin Fehrs.

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