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Hessen-Nassau trauert um Gabriele Schmidt
veröffentlicht 30.09.2026
von Pressestelle der EKHN
Sie wollte Kirche nicht nur verwalten, sondern gestalten: Über Jahrzehnte prägte Gabriele Schmidt die evangelische Kirche in Wiesbaden und auf EKHN-Ebene. Nun ist die langjährige Synodale verstorben, die auch Mitglied der hessen-nassauischen Kirchenleitung war.
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) trauert um Gabriele Schmidt. Sie engagierte sich viele Jahre im Dekanat Wiesbaden, in der Synode und in der Kirchenleitung der EKHN. Nun ist Gabriele Schmidt in der Nacht zum 29. September 2026 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren gestorben, wie das Evangelische Dekanat Wiesbaden mitteilte. Über mehr als zwei Jahrzehnte prägte die Pädagogin ab den 2000er-Jahren die evangelische Kirche in der hessischen Landeshauptstadt und weit darüber hinaus. Gabriele Schmidt wurde für ihr ehrenamtliches Engagement in der evangelischen Kirche 2009 auch mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Kirchenpräsidentin Christiane Tietz: „Mit Entschlossenheit Kirche gestaltet“
„Mir ist ihre kraftvolle und klare Art aus vielen Begegnungen unter anderem in der Synode noch eindrucksvoll in Erinnerung“, würdigt Kirchenpräsidentin Christiane Tietz die Verstorbene. „Gabriele Schmidt hat Verantwortung übernommen, Entscheidungen nicht gescheut und Kirche mit großer Entschlossenheit und zugleich mit einem ausgeprägten Sinn für das Miteinander gestaltet.“ Ihr Mut zu Veränderungen und ihre Freude an der Zusammenarbeit mit engagierten Menschen hätten ihr Wirken bestimmt, so Tietz.
Präses Birgit Pfeiffer: „Kirche als Gemeinschaft verstanden“
Nach Worten der Präses der EKHN-Kirchensynode, Birgit Pfeiffer, verband Schmidt große ehrenamtliche Erfahrung mit der Bereitschaft, immer wieder Neues zu wagen. „Gabriele Schmidt hat Kirche nicht allein als Institution verstanden, sondern als Gemeinschaft von Menschen, die gemeinsam etwas bewegen können“, so Pfeiffer. Dazu passe ein Satz, der für ihre Haltung geradezu programmatisch gewesen sei und den sie auch öffentlich immer wieder äußerte: „Wir müssen das Unmögliche öfter probieren.“
Dekanin Neumann: „Eine Frau, die anpackte und motivierte“
Die Wiesbadener Dekanin Arami Neumann würdigte Gabriele Schmidt als engagierte, streitbare und zugleich zutiefst verbundene Engagierte in der Kirche. Ihr Einsatz sei weit mehr als ein Ehrenamt gewesen, sondern eine „Herzensangelegenheit“. Mit großer Beharrlichkeit, Klarheit und Tatkraft habe sie Verantwortung übernommen, schwierige Fragen nicht gescheut und immer wieder nach Lösungen gesucht. „Sie war eine, die anpackte, andere motivierte und mit großer Überzeugung Kirche mitgestaltete. Wir sind traurig über ihren Tod und zugleich dankbar für alles, was sie für ihre Gemeinde, das Dekanat und die EKHN getan hat“, so Neumann.
Zur Person Gabriele Schmidt: Jahrzehntelanges Engagement in der Kirche
Gabriele Schmidts kirchliches Engagement begann in der Gemeinde vor Ort und führte sie bald in zahlreiche Leitungsämter. Seit den 1990er-Jahren engagierte sich die Biologie- und Religionslehrerin im Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Auringen, einem Stadtteil von Wiesbaden, und übernahm dort den Vorsitz. Seit dem Jahr 2000 stand sie zudem an der Spitze der Dekanatssynode in Wiesbaden und prägte die Entwicklung des Evangelischen Dekanats über zwei Jahrzehnte maßgeblich mit.
Auch als Vorsitzende des Verbandsvorstands des Regionalverwaltungsverbands Wiesbaden-Rheingau-Taunus übernahm die frühere Studiendirektorin über viele Jahre Verantwortung. Von 2004 bis Ende 2016 gehörte sie der Kirchensynode der EKHN an; anschließend vertrat sie von 2017 bis 2022 die Kirchengemeinden als ehrenamtliches nichtordiniertes Mitglied in der Kirchenleitung.
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