Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

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Die Aktion 5000 Brote lädt alljährlich Konfirmandinnen und Konfirmanden zum Backen mit regionalen Innungsbäckereien zugunsten von Ausbildungsprojekten ein.
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5000 Brote – Jugendliche backen für weltweite Bildungsprojekte

veröffentlicht 17.09.2026

von Pressestelle der EKHN

Im Bereich der beiden hessischen Landeskirchen startet die Aktion in diesem Jahr mit einem Festgottesdienst am 27. September 2026 um 11:00 Uhr in Eppstein-Bremthal.

Die Aktion 5000 Brote lädt auch in diesem Jahr wieder Konfirmandinnen und Konfirmanden zum Backen mit regionalen Innungsbäckereien zugunsten von Ausbildungsprojekten im Globalen Süden ein. Von dem bundesweiten Engagement profitieren junge Menschen in Argentinien und Mosambik. Der neue Konfi-Jahrgang setzt sich mit Themen wie globaler Ungleichheit, Hunger und Armut, der Relevanz von Bildung und mit der Lebenssituation von Jugendlichen in anderen Teilen der Welt auseinander. Gleichzeitig werden Einblicke in einen handwerklichen Beruf möglich.

Im Bereich der beiden hessischen Landeskirchen startet die Aktion in diesem Jahr mit einem Festgottesdienst am 27. September um 11:00 Uhr in der Ev. Emmausgemeinde Eppstein-Bremthal.

„An der Aktion "5000 Brote" beteiligen sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Ev. Emmausgemeinde Eppstein und der Ev. Kirchengemeinde Diedenbergen mit ca. 80 Broten“, sagt Pfarrerin Ivonne Heinrich. „Der Besuch der Backstube der Bäckerei Schießer in Hofheim-Wallau ist immer ein besonderes Erlebnis. Hier kommen Natur und Technik zusammen und am Ende stehen wohlduftende Sauerteigbrote.“

Die Predigt im Gottesdienst hält die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, Ulrike Scherf. „Die Konfis erschaffen in Gemeinschaft ein handwerkliches Produkt und erleben, welcher Wert darin steckt,“ sagt Scherf. „Mit den Spenden aus den gebackenen Broten unterstützen sie Bildungsprojekte von Brot für die Welt und erfahren so das Wunder des Teilens. Gleichzeitig setzt die Aktion „5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“ ein Zeichen für Ernährungsgerechtigkeit und weltweite Solidarität.“
Nach dem Festgottesdienst werden die Brote an Besucherinnen und Besucher abgegeben. Spenden für die Aktion kommen den ausgewählten Bildungsprojekten zugute. Eine detaillierte Beschreibung der Projekte finden Sie unten.

Hintergrund

Bereits 2012 entstand die Idee für die Aktion „500 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“ in Kooperation der beiden evangelischen Landeskirchen in Hessen und des Bäckerinnungs-verbands Hessen auf Initiative des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN. Mittlerweile wird sie von allen Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) durchgeführt. Hauptaktionsraum ist zwischen Erntedank und dem ersten Advent. Die Teilnahme ist jedoch ganzjährig möglich.

Weitere Informationen: www.5000-brote.de

Kontakt

Dr. Julia Dinkel, Zentrum Bildung und Gesellschaft, Mainz, Telefon 06131 2874455, julia.dinkel@ekhn.de
Peter Grohme, Forum Bildung und Gesellschaft der EKKW, Kassel, Telefon 0561 9378 1272, peter.grohme@ekkw.de

Kinder kneten gemeinsam Teig auf einem mit Mehl bestäubten Tisch. Im Vordergrund ist ein Junge mit einer grünen Backmütze zu sehen, im Hintergrund weitere Kinder beim Backen.

© Anita Pouchard Serra/Brot für die Welt

Brotback-Workshop mit Kindern in La Casona, Florencia Varela, Provinz Buenos Aires, Argentinien, am 11. November 2025. Partnerorganisation: FHdO

Übersicht der Projekte

Argentinien: Freundschaft in der Backstube

Am Stadtrand von Buenos Aires haben Kinder und Jugendliche viele Herausforderungen und wenig Chancen. Die protestantische Stiftung „Zeit zu handeln“ betreibt hier fünf Jugendzentren – für viele Kinder ein zweites Zuhause. Hier können sie spielen, malen, musizieren, Sport machen und backen. Die Sozialpädagog*innen haben für alle ein offenes Ohr. In der Backstube entwickeln die Kinder Selbstvertrauen und Zuversicht. Jugendliche können an Ausbildungskursen teilnehmen und persönliche Berufsberatung nutzen. So gelingt es ihnen einen Job zu finden oder sich selbständig zu machen.

Mosambik: Ein Ofen für den Neustart

Über eine Millionen Menschen mussten aus Cabo Delgado – im Nordosten von Mosambik – vor brutaler Gewalt fliehen. Sie ließen alles zurück. Die Organisation CEDES unterstützt sie in der Provinz Nampula beim Neuanfang. Es wurden Häuser gebaut und Felder angelegt. Staatlich anerkannte Handwerksausbildungen und die Unterstützung beim Aufbau von Kleinunternehmen kommen Geflüchteten wie Ortsansässigen gleichermaßen zugute. So gelingen ein gutes Miteinander und voneinander lernen. 2.500 Menschen profitieren davon. Das Projekt schafft Vertrauen, neue Arbeitsplätze und langfristige Perspektiven. Tima Lopes verdient ihren Lebensunterhalt nun als Bäckerin.

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