Kirchenpräsidentin Tietz solidarisch mit queerer Gemeinschaft
veröffentlicht 28.07.2026
Die Theologin Christiane Tietz möchte, dass die Kirche hilft, den Teufelskreis des Hasses zu durchbrechen. Durch Hinsehen und Hinhören werde der einzelne Mensch besser wahrgenommen, schreibt sie in den Sozialen Medien.
Die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Christiane Tietz, zeigt nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin Solidarität mit der queeren Gemeinschaft. Sie haben an einer Mahnwache in Darmstadt teilgenommen, teilte sie am Montag auf Facebook und Instagram mit. Sie sei beeindruckt gewesen von der "starken Haltung" einer Teilnehmerin, die ihr gesagt habe, dass queere Menschen wissen, wie sich Hass anfühlt, weil er ihnen häufig begegnet. Gerade deshalb wollten sie selbst nicht mit Hass antworten.
"Hass übersieht den einzelnen Menschen", schrieb Tietz und erinnerte an Worte der Autorin Caroline Emcke, dass "ungenau" gehasst werde: "Präzise lässt sich nicht gut hassen. Mit der Präzision käme die Zartheit, das genaue Hinsehen oder Hinhören, mit der Präzision käme jene Differenzierung, die die einzelne Person" als menschliches Wesen erkenne. Die evangelische Kirche wolle dazu beitragen, dass der Teufelskreis des Hasses durch Hinsehen und Hinhören durchbrochen wird, schrieb die Kirchenpräsidentin.
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