Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Stift in der Hand einer Frau, Ausschnitt aus Gesprächssituation

© gettyimages, Tippapatt

Verwaltung reformieren

Meilenstein für eine zukunftsfähige Kirche: Verwaltungsneuordnung stärkt Gemeinden und Dekanate

veröffentlicht 25.04.2026

von Pressestelle der EKHN

Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) stellt die Weichen für eine Unterstützung der kirchlichen Arbeit in Kirchengemeinden und Dekanaten durch eine moderne und effiziente Verwaltung.

Mit dem heute beschlossenen Verwaltungsneuordnungsgesetz wird die Verwaltung als Dienstleisterin für die Menschen vor Ort neu aufgestellt. Ziel ist es, Kirchenvorständen und Dekanatssynodalvorständen Menschen an die Seite zu stellen, die für sie Verwaltungsarbeit erledigen, damit wieder mehr Raum für die Kernaufgaben – Seelsorge, Verkündigung und Gemeindeleben – entsteht.

„Unsere Verwaltung ist kein Selbstzweck, sie steht im Dienst kirchlichen Handelns. Sie muss dort unterstützen, wo das kirchliche Leben stattfindet: in den Gemeinden und Dekanaten“, betont Birgit Pfeiffer, Präses der Kirchensynode der EKHN. „Mit dem nun verabschiedeten Gesetz halten wir den Akteuren vor Ort den Rücken frei, damit sie Zeit haben für das Wichtigste in unserer Kirche: die Menschen.“

Verwaltung im Dienst der Gemeinden und Dekanate

Das neue Gesetz definiert eine gesamtkirchliche Verwaltung als Unterstützung für die Gemeinden und Dekanate. Es führt qualifizierte Verwaltungsleitungen in den Nachbarschaftsräumen ein, in denen sich die Gemeinden organisiert haben, und es rückt Kirchenverwaltung physisch und organisatorisch näher an die Gemeinden und Dekanate heran. Die neuen Fachkräfte sollen die Kirchenvorstände beraten und von laufenden Verwaltungsgeschäfte entlasten – während die inhaltliche Steuerung bei den Kirchenvorständen bleibt. Das Gesetz überarbeitet auch die Verwaltung in den Dekanaten: Auch dort werden Verwaltungsleitungen eingesetzt, die die Mitglieder der Dekanatssynodalvorstände vom operativen Geschäft entlasten werden.

„Die Ehren- und Hauptamtlichen in unseren Gemeinden und Dekanaten leisten seit Jahren Unglaubliches. Dieses Gesetz soll ermöglichen, wieder mehr Ressourcen für das Gemeindeleben und die kirchliche Arbeit einzusetzen“, kommentiert Lars Fuchs-Esterhaus, Leiter der Kirchenverwaltung. „Mit dieser Reform setzen wir Kräfte frei, indem wir Verwaltungsarbeit konzentrieren und professionell unterstützen. Das ist eine große Errungenschaft. Ich danke der Synode für das Vertrauen.“

Kirchliches Leben soll vor Ort präsent bleiben – dafür wird Verwaltung effizienter

Die rechtliche Selbstständigkeit von Gemeinden, Dekanaten und Verbänden bleibt von diesem Gesetz unberührt. Die Gesamtkirche wird die Personalkosten für die Verwaltungsleitungen tragen, die Auswahl der jeweiligen Person liegt bei den beteiligten Nachbarschaftsräumen und Dekanaten.

Mit dieser Neuordnung ermöglicht die Synode der EKHN eine Arbeit auf allen Ebenen nach einheitlichen Verwaltungsstandards, da die Regionalverbände aufgelöst und in eine gesamtkirchliche Trägerschaft überführt werden. Damit einher gehen auch klare und professionalisierte Abläufe, was für die Gemeinden und Dekanate eine höhere Rechtssicherheit und eine gleichbleibend hohe Qualität der Unterstützung bedeutet – und zwar unabhängig davon, ob eine Gemeinde im städtischen oder ländlichen Raum liegt.

Fotomaterial zur Synode finden Sie hier:

https://portal.ekhn.de/index.php/s/n4MXSZccwmgJGE9

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Über die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)

Zum Gebiet der EKHN gehören weite Teile von Mittel- und Südhessen mit dem Rhein-Main-Gebiet sowie ein Teil von Rheinland-Pfalz inklusive Mainz. Die EKHN zählt rund 1,2 Millionen Mitglieder. Kirchenpräsidentin ist Prof. Dr. Christiane Tietz, Präses der Kirchensynode ist Dr. Birgit Pfeiffer. Wie alle evangelischen Kirchen ist die EKHN getragen vom gemeinsamen Engagement der rund 20.000 Hauptamtlichen und der fast 60.000 Ehrenamtlichen, die in Kirchenvorständen, in der Gemeindearbeit und in spezialisierten Funktionen wie der Notfallseelsorge aktiv sind. Zur EKHN gehören zahlreiche Einrichtungen wie beispielsweise rund 600 Kindertagesstätten. Das evangelische Sozial- und Gesundheitswesen ist darüber hinaus in der Diakonie organisiert, die beispielsweise kranke und pflegebedürftige Menschen begleitet und Menschen in Notlagen unterstützt. Die EKHN hat lutherische und reformierte, liberale und pietistische Traditionen. Diese geistliche und gesellschaftliche Vielfalt gibt der EKHN ihr besonderes Profil. Weitere Informationen gibt es unter https://www.ekhn.de/ueber-uns.

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