
© Ulrike Bohländer
Tag des Dialogs widmet sich den Friedenspotentialen der Religionen
veröffentlicht 16.09.2026
von Peter Bernecker
Wie können Religionen angesichts von Krieg, Gewalt und zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung zum Frieden beitragen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der diesjährige „Tag des Dialogs“ am 21. Oktober in Frankfurt am Main.
Unter dem Titel „Konflikte dennoch überwinden? Friedenspotentiale von Religionen in Zeiten der Kriege und Polarisierung“ kommen Vertreterinnen und Vertreter des Judentums, Christentums und Islams miteinander ins Gespräch.
Die Veranstaltung findet von 10 bis 17 Uhr in den Räumen der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt statt. Im Mittelpunkt stehen die Möglichkeiten und Grenzen religiöser Friedensarbeit angesichts von Krieg, Gewalt, Flucht und Vertreibung.
Dabei geht es auch um die Frage, wie religiöse Akteure einer Friedensbotschaft Raum geben können, ohne selbst in jene Gewaltlogiken zu geraten, die mitunter sogar religiös begründet oder sprachlich legitimiert werden. Diskutiert werden sollen insbesondere die religionspolitischen, sozialen und spirituellen Ressourcen von Judentum, Christentum und Islam.
Gerade angesichts von Hass, Ausgrenzung und gesellschaftlicher Polarisierung will der „Tag des Dialogs“ nach Perspektiven suchen, die aus der Gewaltspirale herausführen können. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche alternativen Denk- und Handlungsräume Religionen eröffnen können und welchen Beitrag sie damit zu einem friedlicheren Zusammenleben leisten.
Zu den Mitwirkenden gehören unter anderem Rabbiner Prof. Dr. Edward van Voolen, Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann, Dr. Muhammad Sameer Murtaza, Prof. Dr. Bekim Agai, Prof. Dr. Naime Cakir-Mattner, Dr. Andreas Goetze, Christian Trenk und Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz. Den Eingangsimpuls gibt Karen Hinrichs, Theologin und Pädagogin sowie bis 2025 Dozentin und Geschäftsführende Direktorin des Friedensinstituts der Evangelischen Hochschule Freiburg.
Der „Tag des Dialogs“ ist nach § 65 des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes (HLbG) als Fortbildung unter der Nummer 02618058 akkreditiert.
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