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Kirchenvorstand: Engagement für das Evangelium
veröffentlicht 09.08.2023
von Martin Reinel
Ehrenamtliche Mitarbeit im Kirchenvorstand bedeutet: Viel Engagement für den Glauben, die Heimatgemeinde und das Evangelium.
Mitarbeiten im Kirchenvorstand lohnt sich
Mehrere Tausend Menschen sind in den Kirchenvorständen der EKHN ehrenamtlich aktiv. Sie wurden von den Gemeindemitgliedern gewählt und haben Verantwortung für das Gemeindeleben übernommen. Mitglieder im Kirchenvorstand finden in ihrem Engagement Wertschätzung und Anerkennung. Denn das Amt stellt einen großen „Wert“ dar: Der Kirchenvorstand ist das Leitungsgremium der Gemeinde und hat zentrale Bedeutung. Der Kirchenvorstand gestaltet die Aktivitäten in der Kirche, im Gemeindehaus und drum herum entscheidend mit. Die Arbeit im Kirchenvorstand kann ein persönlicher Gewinn sein.
Für den "Sinn der Gemeinde" arbeiten
Das freiwillige Engagement von Menschen in unserer Gesellschaft insgesamt nimmt zu. Das gilt auch für die Kirche. Es gibt nicht „den Ehrenamtlichen an sich“. Vielmehr bringen sich viele Menschen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Gründen mit ihren jeweiligen Möglichkeiten und Begabungen ehrenamtlich ein. Sie arbeiten da mit, wo sie einen Sinn sehen. Aber den „Sinn der Gemeinde“ erkennen viele schnell: Gemeinschaft, Gottesdienst, Glaube, Unterstützung für andere, Engagement in der Welt.
Mitbestimmen und viel bewegen
In der evangelischen Kirche hat sich eine Kultur der Wertschätzung etabliert. Ehrenamtliche in der Kirche äußern sich zufrieden über ihr Engagement, sowohl was die Ausstattung an Sachmitteln als auch die Fortbildungsmöglichkeiten betrifft. Ehrenamtliche in der Kirche wissen: Für sie gibt es bei vielen Fragen spezielle Ansprechpartner* innen und die Hauptamtliche erkennen das Ehrenamt an. Engagierte in der evangelischen Kirche haben umfangreiche Mitsprache- und Mitbestimmungsmöglichkeiten - sie können viel bewegen.
Der Glaube wächst beim Mitmachen
Früher dachte man oft, nur besonders „gläubige“ oder religiöse Menschen arbeiten ehrenamtlich in einem Kirchenvorstand mit. Aber die Formel „erst Glaube, dann Ehrenamt“ gilt nicht mehr. Studien über den Zusammenhang zwischen Ehrenamt und Glauben haben anderes herausgefunden. Inzwischen weiß man: Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen und erleben, dass sie gebraucht und geschätzt werden, wachsen im Glauben und Frömmigkeit. Das Engagement für die Kirchengemeinde verändert die persönliche Einstellung zu Religion und lässt den eigenen Glauben wachsen.
Mit Freude dabei für die eigene Gemeinde
Viele Kirchenvorsteher:innen engagieren sich über Jahre hinweg im Kirchenvorstand ihrer Heimatgemeinde. Und die meisten schätzen die Arbeit im Kirchenvorstand sehr – das gemeinsame Tun, das Miteinander von Jung und Alt, das verbindende christliche Werteverständnis.
Kirchenvorstände haben weit reichende Befugnisse, einen großen Gestaltungsspielraum und leiten zusammen mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin die Gemeinde. Die EKHN ist bis heute eine „Kirche von unten“. Das heißt, die Gemeindeglieder können sich selbst einbringen und in Wahlen entscheiden, wen sie im Kirchenvorstand sehen möchten.
Eine Kirchenvorsteherin aus dem Odenwald sagt über ihr ehrenamtliches Engagement: „Evangelisch zu sein, bedeutet für mich, für andere Menschen da zu sein, Heimat zu haben und anderen ein Heimatgefühl zu geben.“
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