Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Titel der Handreichung

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Die EKHN hat eine Handreichung veröffentlicht: Demokratie stärken! Orientierung für Kirchenvorstände

Demokratie stärken im Kirchenvorstand: Handreichung für verantwortliches Handeln

veröffentlicht 27.05.2026

von Online-Redaktion der EKHN

Die neue EKHN‑Handreichung zeigt, wie Kirchenvorstände demokratische Werte im Gemeindeleben fördern können. Die Publikation bietet Orientierung für Leitungsgremien, benennt zentrale Leitlinien und zeigt, warum Leitungsämter an klare Werte gebunden sind.

Der gesellschaftliche Umgangston hat sich spürbar verändert: Viele Kirchengemeinden erleben, dass Diskussionen rauer werden und extremistische Positionen stärker auftreten. Das stellt besonders Kirchenvorstände vor neue Herausforderungen. Wie bleibt man offen für unterschiedliche Meinungen – und zieht zugleich klare Grenzen, wenn die Würde von Menschen verletzt wird?

Antworten darauf gibt die neue EKHN‑Handreichung „Demokratie stärken! Orientierung für Kirchenvorstände“. Sie unterstützt Verantwortliche dabei, eigene Positionen weiterzuentwickeln, sprachfähig in herausfordernden Situationen zu werden und verantwortungsvoll zu handeln – im Leitungsgremium, bei Veranstaltungen und im öffentlichen Auftreten. Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz betont im Geleitwort, dass die Orientierungshilfe dabei unterstützt, „Demokratie in Kirche und Gesellschaft zu stärken.“

Download der Orientierungshilfe:

Darum geht es in der Orientierungshilfe

Die Handreichung vermittelt eine theologische Grundhaltung, wonach das Evangelium der Maßstab für kirchliches Handeln ist. Weil jeder Mensch als Ebenbild Gottes eine unverlierbare Würde besitzt, setzt sich die Kirche für Menschenrechte und eine demokratische, menschenfreundliche Gesellschaft ein. Dafür benennt die Publikation zentrale Leitlinien für Menschen in kirchlicher Leitungsverantwortung: Orientierung an Gottes Liebe, Achtung der Menschenwürde, Offenheit für interreligiösen Dialog, konstruktiver Streit nach demokratischen Prinzipien, verantwortliche Beteiligung und eine hoffnungsvolle Grundhaltung. Zudem wird auf Tipps zur passenden Kommunikation in angespannten Gesprächssituationen verwiesen. Zudem Weiterhin stellt die Publikation mehrere Projekte wie Verständigungsorte vor, die auch Gemeinden umsetzen können. Zugleich macht sie deutlich, dass kirchliche Leitungsämter an klare Werte gebunden sind. Während Gottesdienste und Seelsorge allen offenstehen, gelten für Leitungsaufgaben bestimmte Voraussetzungen – und damit auch Ausschlusskriterien für die Wahl in den Kirchenvorstand, die in der Handreichung benannt werden.

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