
Dietmar Jendreyzik, CC BY-SA 3.0 DE (wikimedia)
EKD trauert um früheren Ratsvorsitzenden Manfred Kock
veröffentlicht 15.09.2025
von Peter Bernecker
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) nimmt Abschied von ihrem früheren Ratsvorsitzenden, Präses i.R. Manfred Kock, der am 11. September 2025 im Alter von 88 Jahren verstorben ist.
Die Ratsvorsitzende der EKD, Bischöfin Kirsten Fehrs, würdigte Kock als „herausragende Persönlichkeit des Protestantismus. Er hat mich in seiner Glaubenskraft, seiner theologischen Klugheit und klaren Haltung immer sehr beeindruckt. Geradlinig und unerschütterlich menschenfreundlich setzte er in gesellschaftlichen Debatten entscheidende Akzente und hat damit Orientierung gegeben. In ökumenischer Offenheit und als Brückenbauer par excellence auch zwischen Kirche, Politik und Gesellschaft hat er viel Segen gewirkt“, so die Ratsvorsitzende. „Wir denken dankbar an Manfred Kock und sind in Gebeten und Gedanken bei seiner Familie.“
Von 1997 bis 2003 stand Kock als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland an der Spitze des Rates der EKD. In dieser Zeit prägte er die evangelische Kirche in wichtigen gesellschaftlichen, politischen und ökumenischen Fragen. Für sein vielfältiges Wirken wurde ihm 2002 von Bundespräsident Johannes Rau das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband verliehen.
Die EKD erinnert mit Dankbarkeit an das Leben und Wirken von Manfred Kock. „Der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu“ (Phil 1,6). „Möge dieses Bibelwort, das Manfred Kock in seinem Leben begleitet hat, jetzt all denen Trost und Zuversicht geben, die um ihn trauern“, so Bischöfin Fehrs.
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