Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Cover der Broschüre Einmal quer zum Thema Queer

EKHN

Hilfestellung für „Queere Jugendarbeit“ vom Zentrum Bildung

veröffentlicht 20.07.2023

von Online-Redaktion der EKHN / mkr

Evangelische Jugendarbeit gehört zum Kern kirchlicher Angebote. Die EKHN bietet geschützte Räume, in denen sich Kinder und Jugendliche entfalten können. Dazu gehören auch queere Jugendliche – junge Menschen, die nicht heterosexuell leben und lieben. Eine Broschüre stellt Methoden für queere Themen in der Jugendarbeit vor. Denn die will diskriminierungsfreie Angebote schaffen. Alle jungen Leute sollen sich in der evangelischen Kirche wohl und sicher fühlen.

Die Broschüre „Einmal quer zum Thema Queer“ des Zentrums Bildung der EKHN beschreibt Methoden für die Evangelische Arbeit mit, von und für Kinder(n) und Jugendliche(n). Die Sozialpädagogin Ilka Staudt hat an dem Heft über queere Jugendarbeit in der Kirche mitgeschrieben. Beteiligt waren auch Konfirmand*innen-Gruppe und Teamer*innen für Jugendgruppen aus EKHN-Kirchengemeinden. Die Verfasser*innen betonen, dass der Abbau von Diskriminierung, die Steigerung der Wertschätzung und letztendlich der völlig selbstverständliche Umgang mit queerer Vielfalt selbstverständliche Ziele evangelischer Arbeit seien.

Methoden für die Evangelische Arbeit mit, von und für Kinder(n) und Jugendliche(n)

Die Broschüre „Einmal quer zum Thema Queer“​​​​​​​ richtet sich in erster Linie an Hauptberufliche, Hauptamtliche und Ehrenamtliche in der evangelischen Jugendarbeit. Das Heft beinhaltet einen inhaltlichen Einstieg in das Thema „Queere Jugendarbeit“. Hinzu kommen ein theologischer Impuls und Kurz-Interviews mit queeren jungen Menschen in der Evangelischen Kirche. Am Ende der 35 Seiten umfassenden Broschüre finden der Leser und die Leserin ein umfangreiches Glossar mit interessanten Fakten.

Im Hauptteil der Broschüre werden verschiedene Methoden für die Arbeit mit, von und für Kinder und Jugendliche vorgestellt. Die Methoden sind überwiegend für digitale Treffen beschrieben und mit Ideen für Präsenzveranstaltungen ergänzt. Ziel der Methoden ist es, dafür zu sorgen, dass das Thema „Queer“ in Gemeinde und Dekanaten mehr Beachtung findet. Dabei sollten die traditionellen Bilder von Geschlecht und Sexualität erkannt und reflektiert werden.

Es ist eine Kernaufgabe christlicher Arbeit, diskriminierungsfreie Angebote zu schaffen, die niemanden ausschließen.

Queeren Menschen, vor allem jungen Leuten, die ihre eigene Identität erst finden und entwickeln müssen, fehlt es häufig an Rollenvorbildern und Schutz vor Diskriminierung. Sie müssen ihre geschlechtliche Identität und ihre sexuelle Orientierung ständig erklären und legitimieren. Evangelische Jugendarbeit versucht, sie zu unterstützen, damit sie ihren eigenen Weg gehen können.

Die Broschüre befasst sich auch damit, was genau eigentlich „queer“ bedeutet. Dieser Begriff wird häufig als Sammelbegriff für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen verwendet. Als positive Selbstbezeichnung nutzen Menschen den Begriff auch, um ihre sexuelle Identität jenseits der Kategorien „Mann“ und „Frau“ oder „heterosexuell“ und „lesbisch“/ „schwul“ zu bezeichnen. Queer bedeutet also auch, Schubladendenken in Frage zu stellen und menschengerechte Antworten zu geben. Kirchliche Jugendarbeit vermittelt Orientierung. Und genau die benötigen besonders Jugendliche, die sich mit ihrer Sexualität zurechtfinden müssen. Die EKHN steht ihnen dabei zur Seite stehen und hilft, dass niemand ausgeschlossen wird.

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