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"Glaube.Liebe.Laut.“ - Evangelische Community auf dem CSD
veröffentlicht 29.06.2026
von Online-Redaktion der EKHN
Vom 16. bis 19. Juli setzen Teilnehmende des Christopher Street Days in Frankfurt am Main bunte Zeichen für Toleranz und Vielfalt. Die evangelische Kirche ist sichtbar dabei – mit einem eigenen Truck im Zug und Gottesdiensten.
„Glaube.Liebe.Laut.“: Unter diesem gemeinsamen Motto beteiligt sich die evangelische Community erneut am CSD in Frankfurt und geht mit einem Truck auf die Straße, wenn vom 16. bis 19. Juli in Frankfurt der Christopher Street Day gefeiert wird und viele aufstehen für Toleranz und Vielfalt, für Grundwerte und Solidarität mit der LGBTIQ+-Bewegung.
Höhepunkt ist die Demonstration am Samstag, 18. Juli, in der Frankfurter Innenstadt. Um 11 Uhr startet sie mit einer Kundgebung auf dem Römerberg. „Demokratie braucht keine Alternative“, lautet das Motto, das die Veranstaltenden für den 34. Frankfurter CSD gewählt haben. Es wird auch auf dem evangelischen Truck auftauchen, neben dem Motto der evangelischen Partner „Glaube.Liebe.Laut.“
„Der CSD feiert das Recht zu lieben. Und weil Liebe ein Herzstück unseres Glaubens ist, feiern wir als Kirche gerne mit. “
Holger Kamlah, Evangelischer Stadtdekan von Frankfurt und Offenbach und Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt und Offenbach
Jessica Kogoj, Referentin des Evangelischen Stadtjugendpfarramtes Frankfurt und Offenbach, äußert: „Die Teilnahme zeigt, dass wir Verantwortung tragen.“ Evangelische Kirchengemeinden und Einrichtungen sollen als „heilsame Orte“ wahrgenommen werden, ist ihr Wunsch. Wenn der Truck loszieht, sind in seinem Umfeld dabei: die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach und die Diakonie Frankfurt und Offenbach, die Regionale Diakonie Hessen-Nassau, die Inneren Mission Frankfurt am Main, der Diakonie Hessen und die Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken dabei.
Gottesdienste anlässlich des CSD in Frankfurt:
Im Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach finden anlässlich des Christopher Street Days 2026 eine Reihe an Gottesdiensten statt:
- Am Freitag, 17. Juli 2026, wird um 19.30 Uhr in der evangelischen Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 1, Nordend, ein ökumenischer Gottesdienst unter dem Motto „Heute einen Engel beherbergen“ gefeiert.
- Die Projektgemeinde lädt am Samstag, 18. Juli, um 18 Uhr zu einem Gottesdienst mit anschließendem Buffet in die evangelische Gethsemanekirche, Eckenheimer Landstraße 90, Nordend, ein.
- In der Friedenskirche, Frankenallee 150, Gallus, wird am Sonntag, 19. Juli 2026, um 10 Uhr ein Gottesdienst zum CSD gefeiert. Stefan Majer hält die Predigt.
- In den Kaiserdom in der Innenstadt wird am Sonntag, 19. Juli, eingeladen. Dort beginnt um 16 Uhr ein ökumenischer Gedenkgottesdienst, in dem an die an AIDS-Verstorbenen erinnert wird.
- Im Paul-Gerhardt-Haus der Evangelischen Mirjamgemeinde, Offenbach-Musikerviertel, Lortzingstraße 10, wird am Sonntag, 19. Juli, um 18 Uhr ein Gottesdienst zum Christopher Street Day (CSD) gefeiert.
Christopher Street Day in weiteren Städten auf dem Gebiet Hessen-Nassaus
Der Christopher Street Day ist ein starkes Zeichen für Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. Auch viele Menschen aus der EKHN beteiligen sich an den Demonstrationen und Festen. In folgenden Städten im Gebiet Hessen-Nassaus sind CSDs geplant:
18. Juli 2026 – Frankfurt am Main
25. Juli 2026 – Mainz
08. August 2026 – Bingen am Rhein
15. August 2026 – Darmstadt
22. August 2026 – Friedberg
18. September 2026 - Offenbach
Deshalb nehmen Menschen aus der EKHN an Veranstaltungen der LSBTIQ*-Community teil
An Veranstaltungen der queeren Community nehmen oft auch Kirchenmitglieder und Mitarbeitende der EKHN teil – im Zeichen des Regenbogens. Damit gibt die evangelische Kirche bunte Signale der Akzeptanz, der Vielfalt und Gleichberechtigung hinsichtlich der queeren Gemeinschaft. Sie steht dafür ein, dass geschlechtliche Orientierung und gefühltes Geschlecht gut und verantwortlich gelebt werden können. Die Idee ist: „In Gottes Gemeinschaft stehen alle gleichberechtigt und gleich wichtig nebeneinander.“
Die Initiator:innen vertreten die Haltung, dass Homosexualität, Bisexualität, Trans- und Intersexualität, non-binäre und queere Lebensformen ein Teil der guten Schöpfung Gottes sind. Sie ermutigen für die Liebe in ihrer vielfältigen Form zu kämpfen, wenn sie unterdrückt wird.
Solidarität leben
Immer mehr Menschen aus der LSBTIQ*-Community berichten, dass es riskant sein kann, ihre Identität und Zugehörigkeit offen zu zeigen. Schon sichtbare Zeichen wie Regenbogen-Accessoires führen zunehmend zu missbilligenden Blicken, verbalen Angriffen oder körperlicher Gewalt. In Hessen erreichte die Zahl queerfeindlich motivierter Straftaten im Jahr 2025 mit 141 Fällen einen neuen Höchststand. In Rheinland-Pfalz wurden 2024 insgesamt 48 solcher Taten registriert. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie wichtig es ist, Solidarität aktiv zu leben und sichere Räume zu schaffen.
Die Gesellschaft steht vor der Aufgabe, sich klar für Respekt, Menschlichkeit und ein angstfreies Miteinander zu positionieren. Auch die evangelische Kirche setzt hier ein sichtbares Zeichen: Sie macht deutlich, dass Vielfalt willkommen ist und Menschen unabhängig von geschlechtlicher Identität oder sexueller Orientierung Schutz und Anerkennung verdienen.
Auch die EKHN leistet ihren Beitrag dazu, dass queere Menschen angstfrei Gemeinschaft erleben können. Sie informiert beispielsweise über queersensible Methoden in der Jugendarbeit und vernetzt die Seelsorge. Zudem hat sie mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ ihre Verpflichtung zur verstärkten Berücksichtigung von Diversität unterstrichen.
Austauschmöglichkeiten:
Auch in der übrigen Zeit des Jahres hat die queere Community die Chance, sich untereinander auszutauschen und ihre Erfahrungen vor dem Hintergrund ihres Glaubens zu reflektieren.
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17. Mai: Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Trans- und Asexuellen-Feindlichkeit
Ein wichtiger Tag für die queere Community ist auch der "Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und Asexuellen-Feindlichkeit" (IDAHOBITA), der jährlich am 17. Mai begangen wird. Denn am 17. Mai 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten gestrichen – ein Meilenstein im Kampf gegen Diskriminierung.
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