
© Stephan Arras
Neue Reformierte Liturgie 2026 vorgestellt
veröffentlicht 28.09.2026
von Martin Franke-Coulbeaut
In einem Festakt wurde am Freitag, 25.9.2026, die neue Reformierte Liturgie 2026 auf der Hauptversammlung des Reformierten Bundes in Nordhorn vorgestellt.
In einem Festakt wurde am Freitag, 25. September 2026, auf der Hauptversammlung des Reformierten Bundes in Nordhorn die neue Reformierte Liturgie 2026 vorgestellt. Die rund 650 Seiten starke Agende enthält Gebete und Texte in zeitgemäßer Sprache für die gängigen Gottesdienste und Kasualien. Sie greift auch neuere Anlässe auf, etwa Namensfeiern im Rahmen einer Transition oder die Segnung interprofessioneller Verkündigungsteams. Hinzu kommen ökumenische Gottesdienste, teilweise auch in englischer Sprache.
Eine neue Liturgie für vielfältige Gottesdienste
Die Verfasser*innen betonten, dass sie sich nicht in allen theologischen Fragen auf eine gemeinsame Position verständigen konnten. So empfehlen sie etwa bei der Anrede Gottes bewusst eine Vielfalt an Möglichkeiten. Insgesamt war dem Redaktionsteam eine Sprache wichtig, die Schutzbedürftige berücksichtigt und Minderheiten sichtbar macht.
Für die Reformierten aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau nahm Propst Stephan Arras an der Feier teil. Im Auftrag der Kirchenleitung der EKHN war Martin Franke-Coulbeaut an der Erarbeitung der Reformierten Liturgie 2026 beteiligt. Ihm ist besonders wichtig, dass die neue Agende Gemeinden zu eigener Kreativität und zu neuen Formulierungen anregt: „Jede Formulierung ist kontextabhängig und daher weder zeit- noch ortlos. Das Suchen nach angemessenen und ausdrucksstarken Formulierungen bringt Ehren- und Hauptamtliche gemeinsam ins theologische Gespräch über den Glauben.“
Anregung für zeitgemäße Gottesdienstgestaltung
Die Reformierte Liturgie 2026 wurde von den Synoden der Evangelisch-reformierten Kirche und der Lippischen Landeskirche für den gottesdienstlichen Gebrauch beschlossen. Sie folgt damit auf die etablierte „Reformierte Liturgie“ von 1999.
In der EKHN wird die „Reformierte Liturgie 2026“ – wie auch andere Agenden – zur Anregung in den Kirchengemeinden empfohlen. Auszüge aus der Vorfassung wurden bereits im vergangenen Jahr bei einem Studientag des Reformierten Konvents und des Zentrums Verkündigung intensiv diskutiert.

© Stephan Arras



