
© Anne Zegelman
Ökumenisches Jahrestreffen der Leitenden Geistlichen
veröffentlicht 23.12.2025
von Peter Bernecker
In geschwisterlicher und vertrauensvoller Atmosphäre sind am Freitag, 19. Dezember 2025, die Leitenden Geistlichen der katholischen und evangelischen Kirchen aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen zu ihrem jährlichen Austausch zusammengekommen. Das Treffen fand im Haus am Dom in Frankfurt statt.
Im Mittelpunkt standen zentrale Fragen des kirchlichen Lebens sowie des gemeinsamen gesellschaftlichen Engagements der Kirchen. In offenem und nachdenklichem Austausch wurden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen beraten – darunter rechtliche Rahmenbedingungen, pastorale und strukturelle Reformprozesse sowie der Umgang mit fortschreitender Säkularisierung. Auch Fragen der politischen Verantwortung und der gemeinsamen Stimme der Kirchen im gesellschaftlichen Diskurs kamen zur Sprache.

© Anne Zegelman
Das jährliche Treffen wird von allen Gesprächsteilnehmenden sehr geschätzt. Es bietet Raum für einen ehrlichen, ökumenisch verbundenen Dialog, der von gegenseitigem Vertrauen, Respekt und dem gemeinsamen Anliegen getragen ist, Kirche und Gesellschaft verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.
Eng, verlässlich und geschwisterlich
Die Leitenden Geistlichen bekräftigten ihren Willen, den ökumenischen Austausch fortzuführen und die Zusammenarbeit auch künftig eng, verlässlich und geschwisterlich zu gestalten.
An dem Treffen nahmen die katholischen Bischöfe Stephan Ackermann (Trier), Georg Bätzing (Limburg), Peter Kohlgraf (Mainz) und Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) teil. Von evangelischer Seite waren Bischöfin Beate Hofmann (EKKW), Präses Thorsten Latzel (EKiR), Kirchenpräsidentin Christiane Tietz (EKHN) und Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst (Evangelische Kirche der Pfalz) dabei.
Das könnte dich auch interessieren

Menschen sehen, Nähe schaffen: Was Kirchengemeinden gegen Einsamkeit unternehmen können
Einsamkeit betrifft Menschen jeden Alters. Gerade Kirchengemeinden haben viele Möglichkeiten, Nähe, Begegnung und Verbundenheit zu ermöglichen. Altenseelsorger Christian Wiener zeigt, wie schon niedrigschwellige Aktionen, offene Räume und eine achtsame Haltung einen großen Unterschied machen können

Kirchenpräsidentin Christiane Tietz zu Pfingsten: „Gottes Geist gibt uns Freude ins Herz und Gelassenheit“
Pfingsten erzählt von einer Kraft, die Menschen verwandelt: dem Heiligen Geist. Für Prof. Dr. Christiane Tietz, Kirchenpräsidentin der EKHN, ist diese Kraft auch heute erfahrbar. „Gottes Geist wohnt in uns“, schreibt sie in ihrer Pfingstbotschaft. Darin beschreibt sie, wie diese Nähe gerade in herausfordernden Zeiten spürbar werden kann.

Nahost-Krieg: Evangelische Kirchen helfen mit 60.000 Euro
Die Menschen im Libanon leiden unter dem Nahost-Krieg, mehr als 2.600 Menschen wurden nach libanesischen Angaben seit Anfang März getötet und mehr als eine Million vertrieben. Mit einer Spende von 60.000 Euro unterstützen drei Landeskirchen die Betroffenen.
