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Außergewöhnlicher Fund im Sozialkaufhaus
veröffentlicht 08.09.2026
von epd, Online-Redaktion der EKHN
Im Sozialkaufhaus „Tisch und Teller“ in Flörsheim ist zwischen einer Sachspende ein Gegenstand aufgetaucht, der die Mitarbeitenden stutzig gemacht hat. Die genauere Prüfung hat gezeigt, dass die Wurzeln des Fundstücks bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen.
Für alle, die ausmisten und ihre Schränke durchforsten, sind Sozialkaufhäuser eine verlässliche Adresse. Sie nehmen gut erhaltenes Geschirr, Möbel oder Kleidung entgegen und geben sie an Menschen weiter, die mit wenig Geld auskommen müssen. Doch manchmal verbirgt sich zwischen den abgegebenen Dingen mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand. Im Sozialkaufhaus „Tisch und Teller“ in Flörsheim ist kürzlich ein außergewöhnlicher Fund aufgetaucht.
Druck eines spätantiken Rechtsbuchs entdeckt
Zwischen einer Bücherspende hat Florian Barthel einen Band entdeckt, der sich bei genauerem Hinsehen als historischer Schatz entpuppt hat. Wie Betriebsleiterin Heike Rosa dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte, handelt es sich um die „Pauli Sententiae“, einen wertvollen Druck eines spätantiken Rechtsbuchs. Das Werk wird dem römischen Juristen Julius Paulus zugeschrieben, der im frühen 3. Jahrhundert gelebt hat. Die heute vorliegende Ausgabe stammt aus dem Jahr 1594: Herausgegeben vom Hochschullehrer Elias Rittershusius und gedruckt in Nürnberg.
80 Jahre verschollen
Die Spur des Buches führt in die Geschichte. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde der Band im Zweiten Weltkrieg aus Berlin nach Hessen in das Kalibergwerk Hattorf ausgelagert. Dort hat sich seine Spur verloren. Seit 1945 galt das Werk offiziell als Kriegsverlust. Erst jetzt, mehr als 80 Jahre nach Kriegsende, konnte es nach intensiver Recherche wieder in die Berliner Staatsbibliothek aufgenommen werden und schließt damit eine Bestandslücke.
Sachspenden erwünscht
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