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Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Kirchenpräsidentin Tietz sieht starkes Zeichen für Demokratie und Mitmenschlichkeit
veröffentlicht 22.03.2026
von Pressestelle der EKHN
Am Sonntag (22. März 2026) waren rund drei Millionen Menschen in Rheinland-Pfalz dazu aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen und über die Verteilung der mehr als 100 Mandate des Parlaments in Mainz zu entscheiden.
Gratulation und Segenswünsche an Politik
„Ich gratuliere allen gewählten Politikerinnen und Politikern der demokratischen Parteien des Landes Rheinland-Pfalz sehr herzlich“, sagt Christiane Tietz, Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Nassau und Herren (EKHN). „Ich danke Ihnen allen, dass Sie in schwierigen Zeiten Verantwortung übernehmen – für den Zusammenhalt in unserem Land, für Fortschritt und Entwicklung zum Wohle der Menschen und für eine Kultur der Mitmenschlichkeit. Dafür wünsche ich Ihnen Gottes Segen“, so Tietz.
Große politische Herausforderungen
Die jetzt gewählten Politikerinnen und Politiker stehen nach Ansicht von Tietz in Rheinland-Pfalz vor großen Herausforderungen. Es sei jetzt wichtig, eine stabile Regierung zu bilden und es gelte, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel weiter auf den Weg zu bringen, Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich, soziale Sicherheit und Teilhabe sowie die Folgen des Klimawandels im Blick zu behalten.
Für friedliches und gerechtes Miteinander arbeiten
Tietz: „Die große Mehrheit der abgegebenen Stimmen in Rheinland-Pfalz setzt ein starkes Zeichen für demokratische Grundwerte und Mitmenschlichkeit. Sie hat sich für Parteien entschieden, denen die Würde jedes Menschen wichtig ist, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und für ein friedliches und gerechtes Miteinander arbeiten.“
Nach gemeinsamen Lösungen suchen
„Nachdenklich machen mich die hohen Ergebnisse für extreme Kräfte an einigen Orten“, so Tietz. „Ich kann die Sorgen der Menschen verstehen - im Alltag und mit Blick auf eine Welt in Unordnung. Das schafft Unsicherheit – und dagegen hilft nur, zusammenzustehen und sich gegenseitig zu stärken. Deshalb meine Bitte: Engagieren Sie sich in den Kirchen, in den Vereinen, in den demokratischen Parteien und lassen Sie uns reden und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Klar ist aber auch: Einfache Antworten gibt es nicht und wer sie verspricht, liefert leider nur Parolen – aber keine Lösungen.“
Hintergrund:
Kirchen riefen mit Aktionen zur Beteiligung an Wahl auf
„Demokratie lebt vom Mitmachen. Menschenwürde, Offenheit und Gerechtigkeit sind tragende Säulen unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft – heute und in Zukunft.“ Mit dieser zentralen Aussage und der gemeinsamen Kampagne „Aufstehen für“ hatten die evangelischen und katholischen Kirchen in Rheinland-Pfalz vorab zur Teilnahme an der Landtagswahl aufgerufen.
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