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Weltgebetstag der Frauen

veröffentlicht 23.10.2023

von Britta Jagusch / red

Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass Mädchen und Frauen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können.

Die größte ökumenische Frauenbewegung

Der Weltgebetstag der Frauen ist die größte ökumenische Frauenbewegung - sozusagen die längste Gebetskette der Welt. Er wird in über 170 Ländern gefeiert - frei nach dem internationalen Motto „informiert beten, betend handeln“. Der Weltgebetstag will den Blick schärfen für weltweite Herausforderungen. In den Gottesdiensten ergreifen Frauen das Wort, deren Stimmen sonst oft nicht gehört werden.

2024 - ein schwieriges Jahr für den Weltgebetstag

Jeweils am ersten Freitag im März feiern Christ:innen den Weltgebetstag. Diese Tradition wird in Deutschland schon seit 1927 gepflegt. Über eine Million Menschen nehmen in Deutschland an den Gottesdiensten teil - bei denen auch Männer willkommen sind. Der Weltgebetstag ist viel mehr als ein Gottesdienst im Jahr. Der Weltgebetstag weitet den Blick für die Welt. Frei nach seinem internationalen Motto „informiert beten, betend handeln“ –„informed prayer,  prayerful action“ – macht er neugierig auf Leben und Glauben in anderen Ländern und Kulturen.

Der Weltgebetstag 2024 soll aus Palästina kommen. Allerdings ist diesmal alles etwas anders. Die Teilnahme von evangelischer Seite in Deutschland steht zum ersten Mal in Frage, da es unterschiedliche Auffassungen zu einigen, bisher geplanten Inhalten für den 1. März 2024 gibt.

Grundsätzlich geht es bei Weltgebetstagen darum:

Lebenssituation von Frauen eines Landes im Fokus

Am ersten Freitag im März beschäftigt sich der Weltgebetstag mit der Lebenssituation von Frauen eines anderen Landes. Christliche Frauen, z.B. aus Ägypten, Kuba, Malaysia oder Slowenien wählen Texte, Gebete und Lieder aus. Diese werden dann in weltweiten Gottesdiensten auf 88 Sprachen in 108 Ländern (2018) gefeiert.

Alle sind eingeladen!

In Gemeinden vor Ort werden diese Gottesdienste gemeinsam vorbereitet von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen. Allein in Deutschland besuchen Jahr für Jahr rund eine Million Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche die Gottesdienste und Veranstaltungen rund um den Weltgebetstag.

Gemeinsame Vorbereitung in Workshops

Auch in den Kirchen der EKHN wird mit den vorbereiteten liturgischen Elementen Weltgebetstags-Gottesdienste gefeiert. Die Gottesdienstbesucher:innen nehmen Anteil an den Sorgen von Frauen eines anderen Landes, lassen sich aber auch von ihrer Hoffnung, Stärke und ihrem Glauben begeistern. Im Vorfeld des Weltgebetstages gibt es Seminare und Workshops, um das Weltgebetstagsland näher kennen zu lernen.

Frauen bewegen Ökumene

Durch das gemeinsame Engagement beim Weltgebetstag lernen sich Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen kennen und schätzen. In vielen Städten und Dörfern gibt es dank des Weltgebetstags seit vielen Jahrzehnten enge Kontakte zwischen den Kirchengemeinden. Beim Weltgebetstag engagierte Frauen reden nicht nur über Ökumene und Solidarität – sondern sie leben sie!

Gemeinsam stark für Frauen weltweit

Ein wichtiges Zeichen der Solidarität beim Weltgebetstag ist die Kollekte aus den Gottesdiensten. Sie kommt vor allem Frauen- und Mädchenprojekten weltweit zu Gute. Auch die internationale Weltgebetstagsbewegung wird jedes Jahr gefördert. 2025 wird der Gottesdienst für den Weltgebetstag mit dem Titel „I Made You Wonderful“ von den Cookinseln kommen.

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