
© Dek. Vogelsberg, Getty Image, Kwangmoozaa
Friedensvögel gestalten: Der Hoffnung Farbe geben
veröffentlicht 16.09.2026
von Evangelische Öffentlichkeitsarbeit
Mit Farben, Worten und kreativen Ideen ein Zeichen für Frieden setzen: Die Initiative #Friedensvögel lädt Menschen aller Altersgruppen ein, persönliche Friedenswünsche zu gestalten und sichtbar zu machen.
Bilder von Krieg, Gewalt und Angst lassen viele Menschen sprachlos zurück. „Wir sehen erschütternde Bilder und wissen manchmal gar nicht, wohin mit unseren Gefühlen“, sagt Jutta Steckenreuter, evangelische Dekanatsjugendreferentin aus dem Vogelsberg. Gemeinsam mit der Jugendvertretung des Evangelischen Dekanats Vogelsberg hat die Kinder- und Jugendarbeit deshalb die Initiative #Friedensvögel gestartet.
Die Idee ist einfach: Alle, die mitmachen möchten, gestalten einen persönlichen Friedensvogel. Sie können ihre Wünsche, Gedanken und Hoffnungen mit Farben, Worten, Mustern oder Bildern zum Ausdruck bringen. „Wir greifen zu Farben, statt sprachlos zu bleiben. Wir gestalten, statt nur zuzuschauen. Wir bringen unsere Hoffnung zum Ausdruck“, erklärt Steckenreuter.
So entsteht ein persönlicher Friedensvogel
Die Vorlage der Künstler Andreas Schmelzer und Patricia Schellenberger steht online zum Ausdrucken bereit:
- Vorlage herunterladen und ausdrucken.
- Vogel kreativ gestalten: bemalen, beschreiben, bekleben oder ausschneiden. Ein Wort, ein kurzer Satz, ein Muster oder Farben können persönliche Gedanken, Wünsche und Hoffnungen ausdrücken.
- Friedenswünsche sichtbar machen: Der fertige Vogel kann im Zimmer, Gruppenraum oder Gemeindehaus aufgehängt werden. Wer möchte, fotografiert ihn und veröffentlicht ihn unter dem Hashtag #Friedensvögel in den sozialen Medien. Der Instagram-Kanal des Dekanats vogelsberg.evangelisch freut sich über Markierungen.
- Gemeinsam ein Zeichen setzen: Aus eingesandten Friedensvögeln entstehen im Evangelischen Dekanat Vogelsberg ein großes Friedensvögel-Plakat und Postkarten, die die Botschaft weitertragen.
Aus vielen Vögeln wird ein gemeinsamer Ruf
Dass aus einzelnen Friedenswünschen ein gemeinsames Zeichen entstehen kann, hat Jutta Steckenreuter bereits bei einem Friedensvögel-Workshop auf dem Jugendkirchentag in Alsfeld erlebt: „Wenn all diese unterschiedlichen Vögel nebeneinander und miteinander sichtbar werden, entsteht etwas Besonderes: Aus vielen einzelnen Stimmen wird ein gemeinsamer Ruf nach Frieden.“
Dabei gehe es nicht darum, die Welt schönzureden. „Unsere Friedenswünsche sind nicht naiv. Sie erzählen davon, wie wir uns eine Welt wünschen, in der Menschen gut miteinander leben können“, so Steckenreuter. „Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß. Es gibt Hoffnung, Gemeinschaft, Mitgefühl und die Möglichkeit, etwas zu verändern.“
Frieden ist mehr als ein Wunsch
Für Steckenreuter beginnt Frieden mit einer christlichen Grundüberzeugung: Jeder Mensch ist von Gott gewollt und geliebt. Daraus erwachse die Verantwortung, nicht wegzuschauen und Konflikte nicht schönzureden. „Frieden bedeutet, sich für Menschen einzusetzen, einander zuzuhören, Verzeihen zu wagen und immer wieder nach Wegen des Miteinanders zu suchen.“
Frieden sei deshalb nicht nur ein Wunsch, sondern auch eine Aufgabe. „Selig sind, die Frieden stiften“, sagt Jesus in der Bergpredigt. Für Steckenreuter ist dieser Satz eine Einladung zum Handeln.
Der Friedensvogel kann dabei zu einem kleinen persönlichen Bekenntnis werden: Das ist mein Wunsch für diese Welt. Dafür möchte ich meine Stimme erheben. Dafür möchte ich mich einsetzen.
Wir geben der Hoffnung Farbe. Wir geben dem Frieden Worte. Und wir geben unserer Sehnsucht nach einer friedlicheren Welt Flügel.
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