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Beteiligung von Betroffenen sexualisierter Gewalt soll weiter ausgebaut werden
veröffentlicht 19.01.2026
von Peter Bernecker
Ein Workshop am 21. März 2026 in Fulda bietet die Möglichkeit, sich in einem möglichst geschützten Rahmen zu informieren und aktiv an Veränderungsprozessen mitzuwirken.
Das Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) will die Mitwirkung von Menschen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, weiter stärken. Im März 2026 ist dazu ein weiterer Workshop zum sogenannten Gaststatus geplant. Ziel ist es, noch mehr Perspektiven und Erfahrungen in die Arbeit des Forums einzubeziehen.
Bereits im Oktober 2024 hatte es einen ersten Workshop gegeben. In dessen Folge arbeiten seit Januar 2025 mehrere Betroffene als Gäste in den Arbeitsgruppen des Forums mit. Ein Teil von ihnen wechselt nun in eine reguläre Mitgliedschaft. Mit dem neuen Workshop soll dieser Weg fortgesetzt werden.
Eingeladen sind von sexualisierter Gewalt betroffene Personen, die sich insbesondere in einer der folgenden Arbeitsgruppen engagieren möchten: der AG Gewaltschutzrichtlinie, der AG Aufarbeitung oder der AG Diakonie. Der Workshop findet am 21. März 2026 in Fulda statt und informiert über Möglichkeiten der Mitwirkung im Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt in der EKD und der Diakonie. Eine Anmeldung ist ab sofort über die EKD-Website möglich:
https://www.ekd.de/befo-gaststatus
Beteiligung Betroffener stärken
Der Gaststatus gilt als wichtiger Baustein, um die Beteiligung Betroffener zu stärken und den Austausch innerhalb der Arbeitsgruppen offener und vielfältiger zu gestalten. Die AG Gewaltschutzrichtlinie befasst sich mit der Überarbeitung der kirchlichen Gewaltschutzrichtlinie auf Grundlage des ForuM-Maßnahmenplans und strebt einheitliche Standards für Prävention und Intervention an (https://www.ekd.de/massnahmenplan-zur-forum-studie-87930.htm).
In der AG Aufarbeitung begleiten Gäste verschiedene Aufarbeitungsprojekte. Ein Schwerpunkt liegt derzeit auf den Unabhängigen Regionalen Aufarbeitungskommissionen (URAKs), in denen die Beteiligung Betroffener fest verankert ist:
https://www.ekd.de/uraks-unabhaengige-regionale-aufarbeitungskommissionen-81960.htm
Die AG Diakonie richtet ihren Fokus auf den diakonischen Bereich. Sie setzt sich unter anderem für eine bessere Unterstützung Betroffener sowie für Fragen der Erinnerungskultur ein (https://www.ekd.de/beteiligungsforum-themen-ags-79337.htm).
Weitere Informationen zum Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt finden sich unter:
https://www.ekd.de/beteiligungsforum-sexualisierte-gewalt-73955.htm
Eine Themenseite zum Gaststatus ist hier abrufbar:
https://www.ekd.de/gaststatus-im-beteiligungsforum-84695.htm
Kontaktmöglichkeiten
Beteiligungsforum@ekd.de
Betroffenenvertretung@befo.ekd.de
Nancy Janz: Nancy.janz@befo.ekd.de
Informationen zum Umgang der EKD mit der ForuM-Studie:
https://www.ekd.de/umgang-mit-der-studie-82291.htm
Anlaufstellen für Betroffene sexualisierter Gewalt sind unter anderem die Zentrale Anlaufstelle.help (www.Anlaufstelle.help) sowie die landeskirchlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der EKD:
www.ekd.de/Ansprechpartner-fuer-Missbrauchsopfer-23994.htm
Das bundesweite Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch ist unter 0800 22 55 530 erreichbar oder online unter:
https://www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon
Rund um die Uhr erreichbar ist außerdem die TelefonSeelsorge:
Telefonisch unter 0800 / 111 0 111, 0800 / 111 0 222 oder 116 123
Online per Mail und Chat: www.telefonseelsorge.de
Weitere Informationen zu Projekten des Beteiligungsforums, darunter die Zusammenarbeit mit der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBKSM) und die Vernetzungsplattform BeNe, sind ebenfalls online verfügbar.
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