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Sonnenblumenkerne

© gettyimages, qingyi

In Sonnenblumenkernen steckt die Kraft des Sommers
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Herbstmeditation: mit innerer Wegzehrung durch Herbst und Winter

veröffentlicht 06.10.2026

von Rita Haering

Wenn die Tage kürzer werden, tut eine kleine Auszeit besonders gut. Diese christliche Herbstmeditation mit Sonnenblumenkernen und einem Ausmalbild lädt dazu ein, dem Wertvollen des Sommers nachzuspüren und mitzunehmen: Erinnerungen, Erfahrungen und Begegnungen, die auch in Herbst und Winter Kraft und Zuversicht schenken können.

Die Sonnenblume hat ihren großen Auftritt längst hinter sich. Doch gerade jetzt zeigt sich, was von ihrer Kraft bleibt: die Kerne. Auch der Herbst lenkt den Blick auf das, was das Leben weiter begleiten soll.  Mit dem kalendarischen Herbstanfang und seiner Tag-und-Nacht-Gleiche am 23. September beginnt eine Zeit, in der viele Menschen Bilanz ziehen. Diese Jahreszeit lädt dazu ein, auf die vergangenen Monate zurückzublicken: auf den Urlaub, auf gemeinsame Feste, auf Herausforderungen, auf das, was nicht geplant war. 

Meditation: Sonnenblumenkerne als Symbol für Kraft und Zuversicht

Eine Herbstmeditation ist eine schöne Möglichkeit, sich bewusst an die zurückliegenden Ereignisse zu erinnern und sich zugleich auf das Künftige auszurichten. Gerade in einer Zeit voller Veränderungen tut es gut, bewusst wahrzunehmen, was stärkt, trägt und Hoffnung schenkt.

Eine besondere Rolle in dieser christlichen Meditation nehmen Sonnenblumenkerne ein. Sie stehen für das, was bleibt. Als kleine Energiespeicher bewahren sie die Kraft des Sommers und werden so zum Symbol für Erfahrungen, Erinnerungen und Erkenntnisse, die auch durch die dunklere Jahreszeit tragen können. Sie regen dazu an, sich zu fragen:

  • Was hat gutgetan? 
  • Welche Begegnungen waren besonders wertvoll? 
  • Welche Erfahrungen haben mich wachsen lassen?
  • Was möchte ich aus dem Frühjahr und Sommer in die kommende Zeit mitnehmen?
  • Was könnte mir Kraft geben, wenn die Tage dunkler werden?
  • Und was darf ich bewusst zurücklassen?

Bewusst entscheiden, was weiter begleiten darf

„Prüft alles, und behaltet das Gute!“ (1. Thessalonicher 5,21) – dieser Vers bildet den geistlichen Rahmen für die Meditation. Pfarrerin Elisabeth Müller ermutigt im Materialbuch 105 des Zentrums Verkündigung der EKHN dazu, den Blick auf das Wertvolle zu richten: „Nehmt es mit als Stärkung für die kommende Zeit. Das andere lasst hinter euch.“

Herbstmeditation mit Ausmalbild

Ausgemalte Sonnenblumen, in der Mitte ist das Foto einer Frau auf einem Konzert - als Symbol für eine schöne Erinnerung

© gettyimages, South_agency, oksana z

Herbstmeditation mit Ausmalbild: Welche Erfahrungen und Erkenntnisse sollen aus diesem Sommer als Wegzehrung für die Zukunft dienen? Konzertbesuche? Momente mit der Familie? In der Natur? Persönliche Erkenntnisse?

Die Meditation kann persönlich zu Hause, aber auch in Gruppen und Kreisen praktiziert werden. Das Ausmalbild mit der Sonnenblume lädt zur kreativen Vertiefung ein:

Deep Dive: Meditative Betrachtung echter Sonnenblumenkerne

Ergänzend können echte Sonnenblumenkerne betrachtet, verschenkt oder ausgesät werden – als Zeichen für Energie, Nächstenliebe und Wachstum. Pfarrerin Müller schlägt vor:

  • Wir können die Kerne aufbrauchen: Wenn zum Beispiel im Lauf des Winters eine Situation eintreten sollte, die uns viel Kraft kostet. Dann können wir uns an diesen Abend erinnern und an das, was wir vom Sommer mitgenommen haben. Vielleicht tut es dann gut, etwas von den Kernen zu knabbern.
  • Wir können die Kerne verschenken: Auch andere Lebewesen haben im Winter Mühe, über die Runden zu kommen – die Vögel zum Beispiel. Und wenn wir spüren, wir haben genug, wir können gut etwas abgeben, dann können wir den Vögeln etwas von unserer Fülle schenken.
  • Wir können die Kerne wachsen lassen und sie damit vermehren: Wenn wir sie im Frühjahr aussäen, wachsen neue Sonnenblumen daraus.

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