
© Getty Images, Toa55
Waldbrand in Kalifornien: Kirchen helfen Betroffenen
veröffentlicht 14.01.2025
von Rita Haering
Die verheerenden Feuer im Los Angeles County bedrohen Menschen und ihre Unterkünfte. Viele wurden evakuiert. Kirchen vor Ort leisten dringend benötigte Hilfe. Ein leitender Geistlicher ruft zu Gebeten für die Betroffenen auf.
Mehrere Tage lang haben heftige Waldbrände Stadtteile wie Pacific Palisades bei Los Angeles zu großen Teilen zerstört. Bis Mitte Januar 2025 sind bereits mehr als 117 Quadratkilometer verbrannt, laut Daten des California Department of Forestry and Fire Protection. Presseberichten zufolge sind 24 Menschen in den Flammen ums Leben gekommen, über 200.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Auch Pfarrer Prof. Dr. Neal Presa, der leitende Geistliche des Kirchenbezirks der Presbyterianischen Kirche von San Jose in Kalifornien, kennt die Notlage: „Wir trauern um die verheerenden und herzzerreißenden Verluste so vieler Menschen bei dieser und jeder Naturkatastrophe.“ Unter dem Hashtag #prayforcalifornia zeigen viele Menschen ihr Mitgefühl in den sozialen Medien.
Gefahr ist noch nicht gebannt
Tausende Feuerwehrleute sind im Einsatz und konnten den Waldbrand eindämmen. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt, denn der US-Wetterdienst hat für Anfang dieser Woche wieder stärkeren Wind vorausgesagt, der die bestehenden Brände weiter verbreiten könnte.
Kirchen bieten Schutz und Hilfe für die betroffenen Menschen
Um den betroffenen Menschen zu helfen, sind auch die Kirchen im Einsatz. „Kirchen aus der pazifischen Region der Presbyterianischen Kirche (USA) bieten Schutz, dazu gehören auch Orte wie Pacific Palisades und die umliegenden Gemeinden“, berichtet Pfarrer Prof. Dr. Neal Presa. Der leitende Geistliche des Kirchenbezirks und Mitglied der zentralen und exekutiven Ausschüsse des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) informiert darüber, dass Kirchen vieler Konfessionen Betten, Nahrung, Duschen und seelsorgerliche Begleitung zur Verfügung stellen.
Bitte um Gebete
Der leitende Geistliche Presa bittet: „Die ökumenische Familie kann für alle betroffenen Menschen und Gemeinden in den Landkreisen Los Angeles und Ventura beten.“ Er denkt dabei an tausende Einwohner:innen, die ihre Häuser und Geschäfte verloren haben und vertrieben wurden, an die Feuerwehrleute, die unermüdlich daran arbeiten, die Brände einzudämmen, und an alle Ersthelfer.
Ökumenische Verbundenheit
Während der Brände in Kalifornien hat der ÖRK seine Anteilnahme signalisiert. „Die Nachricht von diesen Bränden hat uns zutiefst erschüttert und unsere Gedanken und Gebete sind bei den Menschen, die von dieser anhaltenden Katastrophe betroffen sind, die auch Kirchen, Synagogen und Schulen zerstört hat“, so der ÖRK-Generalsekretär Prof. Dr. Jerry Pillay.
Das könnte dich auch interessieren

Tiny Church in Frankfurt-Niederrad: Ein neuer Ort der Begegnung mitten im Quartier
Frankfurt-Niederrad hat ein ungewöhnliches neues Gebäude bekommen: eine nur 17 Quadratmeter große Tiny Church. Der ökumenische Mini-Bau soll Raum bieten für Kultur, Andachten und Gespräche – und vor allem eines zeigen: Kirche geht dorthin, wo die Menschen sind.

Identität und Verbundenheit leben: Gebetswoche für die Einheit der Christen startet am 18. Januar 2026
Wie kann Vielfalt im Glauben verbinden statt trennen? Die Gebetswoche für die Einheit der Christen 2026 lädt Gemeinden weltweit ein, genau dieser Frage nachzugehen – mit Impulsen aus der reichen Tradition der Armenisch‑Apostolischen Kirche. Wer erfahren möchte, warum das Thema gerade jetzt so aktuell ist und welche Perspektiven die Gebetswoche eröffnet, findet hier alle Hintergründe.

