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Bündnis warnt vor Kürzungen im Sozialbereich: #NichtamMenschensparen
veröffentlicht 21.09.2026
von Presse Hess. Sozialbündnis, Online-Redaktion der EKHN
Die Diskussion um die Reformpakete der Bundesregierung sorgt für Unsicherheit bei vielen Menschen. Steigende Kosten und mögliche Einschnitte im Sozialbereich treffen auch Menschen, die diese Belastungen kaum noch auffangen können. Das Hessische Sozialstaatsbündnis warnt deshalb vor Kürzungen unter dem Motto #NichtamMenschensparen.
Rente, Gesundheit, Pflege: Die geplanten Reformpakte der Bundesregierung werden sich auf das Leben der Bürgerinnen und Bürger auswirken. Damit Haushalte, die steigende Kosten kaum noch auffangen können, Erkrankte und Pflegebedürftige auch in Zukunft in Würde leben können, warnt das Hessische Sozialstaatsbündnis am 21. Oktober 2026 vor weiteren Kürzungen im Sozialbereich. Zu dem Bündnis gehören Organisationen wie die Diakonie Hessen oder die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach. Das Bündnis fordert einen starken, gerechten und zukunftssicheren Sozialstaat. Die Bündnispartner sind sich einig: „Gerade in Krisenzeiten gilt: #NichtamMenschensparen.“
Große Bedeutung sozialer Sicherungssysteme
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Frankfurt hatte das Bündnis deutlich gemacht, dass gute Arbeit, soziale Sicherheit und eine verlässliche soziale Infrastruktur hart verdient seien. Dennoch können Menschen in Notlagen geraten. Welche große Bedeutung dann die sozialen Sicherungssystem haben, hob Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, hervor: „Soziale Angebote und Einrichtungen verhindern, dass Notlagen sich verschärfen, Menschen ihre Wohnung verlieren, mit Pflege und Unterstützung allein bleiben oder gesellschaftliche Teilhabe verloren geht.“
Soziale Unterstützung als wichtiger Baustein für Demokratie
Soziale Ausgaben seien zudem kein reiner Kostenfaktor, sondern zugleich wesentliche Investitionen in Freiheit, Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Carsten Tag betont: „Nur ein starker Sozialstaat macht unser Land krisenfest und stärkt die Demokratie.“
Notwendige Bedürfnisse behinderter Menschen im Blick behalten
Neben den allgemeinen sozialen Sicherungssystemen rückte das Bündnis auch die Situation von Menschen mit Behinderungen in den Fokus. Björn Schneider, Selbstvertreter für Menschen mit Behinderungen, sagte:
„Dass an den Leistungen für Menschen mit Behinderungen zukünftig gespart werden soll, finde ich schlimm. Menschen mit Behinderung leben nicht im Luxus, sondern benötigen Unterstützung, um am Leben teilnehmen zu können. Das muss weiterhin möglich sein!“



