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Klimafasten: Bandbreite des Lebens genießen und Ressourcen schonen
veröffentlicht 08.04.2026
von Rita Haering
Klimafasten ist eine ökumenische Aktion in der Fasten‑ und Passionszeit. Sie lädt dazu ein, den eigenen Alltag bewusster, ressourcenschonender und gerechter zu gestalten. Sie ermutigt dazu, Gewohnheiten zu überdenken und Schritte für ein klimafreundliches Leben auszuprobieren.
Am Aschermittwoch, dem 10. Februar 2027, beginnt die Fastenzeit. Das ist oft das Signal für den Start der Aktion Klimafasten. Sie lädt dazu ein, dem Gefühl von gesellschaftlicher Ohnmacht und individueller Überforderung etwas entgegenzusetzen. Statt Verzicht zu betonen, steht die Fülle des Lebens im Mittelpunkt: bewusst genießen, Gottes Schöpfung achten und Ressourcen schonen. Gelebte Nächstenliebe kann so zur Inspiration für die ganze Gesellschaft werden, um den Reichtum unserer gefährdeten Lebensgrundlagen zu bewahren.
Aktive und kreative Auseinandersetzung mit konkreten Ideen und Maßnahmen
Sieben Wochen lang bietet die Aktion inspirierende Ideen für einen erfüllenden und nachhaltigeren Lebensstil. Im Journaling-Stil können Teilnehmende festhalten, wofür sie dankbar sind, wie sie sich für gerechtere Lebensbedingungen einsetzen oder welche alternative Freizeitbeschäftigung guttut. Jede Woche steht dabei unter einem besonderen Thema.
Hintergrund: Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
Die Fastenzeit ist traditionell durch einen Verzicht in der Ernährung geprägt. An diese Ursprünge des Fastens knüpft das Klimafasten. Dabei wird weniger auf Askese gepocht, vielmehr soll zu einem nachhaltigen Lebensstil angeregt werden, der auch auch dem Klima zugute kommt. Hintergrund dabei ist eine "Ethik des Genug", die sich von der biblischen Zusagen ableitet, dass wir aus der Fülle leben, die Gott uns schenkt (1. Mose 1,29 ff). Deshalb lautet auch das Motto des Klimafastens: "So viel zu brauchst." Auch Kitas, Kirchengemeinden und Dekanate greifen die Idee des Klimafastens auf und initiieren Fastengruppen, Veranstaltungen und vieles mehr.
Hinter der Aktion "Klimafasten" stehen Landeskirchen und Bistümer sowie die christlichen Hilfswerke "Brot für die Welt" und "Misereor".
Gegenseitig stärken in Fastengruppen
Um während der sieben Wochen am Ball zu bleiben, kann es hilfreich sein, sich in einer Fastengruppe auszutauschen. Wer in einer Gruppe aktiv werden möchte, wird von einer Arbeitshilfe unterstützt. Einige Fastengruppen gründen sich direkt vor Ort, an anderen lässt sich digital teilnehmen. Die eigenen Erfahrungen und Inspirationen zum Klimafasten können geteilt werden.
Ansprechpartner in der EKHN
Dr. theol. Hubert Meisinger
Pfarrer und Referent für Umweltfragen
Zentrum Bildung und Gesellschaft der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
Heinrichstraße 173
64287 Darmstadt
Tel.: 06151 6690-184
hubert.meisinger@ekhn.de



