
© Getty Images, TAMILLA IAKOVLEVA
Weltfrauentag 2026: Frauen stärken. Zeichen setzen für Gerechtigkeit.
veröffentlicht 24.02.2026
von Online-Redaktion der EKHN
Am 8. März ist der Internationale Frauentag – ein Tag, der Frauen in ihrer Stärke, Würde und Vielfalt in den Mittelpunkt stellt. Er erinnert daran, wie wertvoll jede Frau ist und wie wichtig gleiche Rechte, Schutz vor Gewalt, faire Chancen und echte Teilhabe bleiben. Aber es ist noch viel zu tun. Deshalb rufen die Evangelischen Frauen am 9. März zum Frauenstreik auf.
Wenn du diese Zeilen liest und eine Frau bist: "Alles Gute zum Weltfrauentag!" Dieser Tag lädt dich ein, deine Geschichte, deine Würde, deine Wünsche und deine Rechte bewusst wahrzunehmen. Vieles hat sich verbessert – und doch erleben Frauen weltweit und auch hierzulande, dass Gleichberechtigung noch nicht selbstverständlich ist.
Frauen fordern am 8. März Gerechtigkeit, faire Bezahlung, sichere Arbeitsbedingungen, gute Bildungschancen und Schutz vor körperlicher und sexueller Gewalt. Der Weltfrauentag macht sichtbar, was Frauen täglich leisten – und wo sie immer noch benachteiligt werden.
Der Aktionstag hat eine lange Tradition: Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften Frauen für das Wahlrecht. Heute dürfen Frauen in fast allen Ländern wählen – ein Erfolg, der ohne mutige Frauenbewegungen nicht denkbar wäre.
epd-Video: Darum geht es am Internationale Frauentag
Um externe Video-Inhalte wie Vimeo anzuzeigen, benötigen wir Ihre Einwilligung. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Frauenbewegung in der EKHN
Auch in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat feministisches Engagement viel bewirkt: Die Frauenbewegung hat Türen geöffnet, Machtstrukturen hinterfragt und Räume geschaffen, in denen Frauen ihre Stimme erheben und ihre Rechte behaupten können. Dieses Engagement wirkt bis heute. 1950 erhielt Katharina Staritz als erste Frau eine Pfarrstelle. Heute prägen zahlreiche Frauen die Kirche als Kirchenpräsidentin, Pröpstin, Dezernentin, Theologin und Ehrenamtliche. Ihre Stimmen gestalten Kirche und Gesellschaft.
Frauenstreik am 9. März 2026
Doch die Herausforderungen bleiben groß. „Wir sehen uns täglich mit neuen Nachrichten über Kriege und autokratische Regime konfrontiert, die Menschenrechte missachten – während gleichzeitig die Bedrohung, Verarmung und Diskriminierung von Frauen weiter zunimmt“, sagt Anja Schwier‑Weinrich, geschäftsführende Pfarrerin der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau (EFHN).
Darum rufen die EFHN am 9. März zum Frauenstreik unter dem Motto „Enough! Genug! Basta!“ auf.
Das könnte dich auch interessieren

Orange Days: Diakonie Hessen fordert mehr Schutzplätze für Mädchen
Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November mahnt die Diakonie Hessen: Mädchen und junge Frauen brauchen einen Rechtsanspruch auf geschlechtsspezifische Schutzräume. Die bestehenden Angebote sind überlastet und unterfinanziert – gleichzeitig zeigen Einrichtungen wie die Mädchenwohngruppe der Hephata Jugendhilfe, wie ein sicherer Ort aussehen kann.

Meilensteine und Initiativen der Frauenbewegung
Die Geschichte zeigt, wie Frauen Kirche und Gesellschaft verändert haben. Gerade im November, wenn die Orange Days weltweit auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen, lohnt sich der Blick in die Vergangenheit: Welche Schritte sind Frauen in der EKHN gegangen, um Gleichstellung, Teilhabe und Menschenrechte durchzusetzen?

