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Weltweites Friedensgebet am 26. März: Christinnen und Christen im Nahen und Mittleren Osten bitten um Unterstützung
veröffentlicht 24.03.2026
von Online-Redaktion der EKHN
Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) lädt am 26. März um 15 Uhr zu einem weltweiten Friedensgebet für den Nahen Osten ein. Die Gebetsworte stammen von Christinnen und Christen aus der Region, die angesichts von Gewalt, Trauer und existenzieller Unsicherheit um Unterstützung bitten. Es besteht die Möglichkeit, online teilzunehmen und ein Zeichen für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung zu setzen.
Nothilfe für den Libanon
Das Gustav-Adolf-Werk Hessen und Nassau (GAW) ruft zu Spenden auf, um die der Geflüchteten im Libanon zu lindern.
Angst vor neuen Angriffen, Trauer um getötete Angehörige und große Ungewissheit prägen das Leben vieler Menschen im Nahen Osten. Der anhaltende Konflikt erschüttert die Betroffenen zutiefst und belastet auch die christlichen Gemeinschaften in der Region, die dort zum Teil seit fast 2.000 Jahren leben.
Aufruf zum Friedensgebet am 26. März
Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) ruft deshalb weltweit zu einem Gebet für Frieden im Nahen und Mittleren Osten auf – am 26. März um 15 Uhr MEZ. Die Gebetsworte stammen von Christinnen und Christen aus der Region selbst. Mit dem gemeinsamen Friedensgebet seien laut ÖRK alle Menschen guten Willens eingeladen, „Zeugnis abzulegen von der gemeinsamen Sehnsucht nach Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung ist in diesen bedrückenden und leidvollen Zeiten ein ganz wichtiges Zeichen der Verbundenheit und Solidarität“, so Pfarrer Andreas Goetze, Referent im Fachbereich Interreligiöser Dialog und Ansprechpartner für Christ:innen im Mittleren Osten im Zentrum Oekumene EKHN und EKKW.
Online teilnehmen
Eingeladen sind Kirchen, Gemeinden, ökumenische Partner und alle Menschen rund um den Globus. Wer am Friedensgebet teilnehmen möchte, kann sich anmelden und digital dazuschalten: Registrierung und Teilnahme:
Bitte der Christinnen und Christen aus Nahost-Region
Im Vorfeld hatte sich der ÖRK über die humanitäre, sicherheitspolitische und pastorale Lage der betroffenen Kirchen informiert. An einer Online‑Konsultation nahm auch Bischof i. R. Prof. Dr. Heinrich Bedford‑Strohm, Moderator des Zentralausschusses des ÖRK, teil. Er berichtete, dass Christinnen und Christen aus der Region den ÖRK ausdrücklich gebeten hätten, für sie zu beten. Bedford‑Strohm sagte: „Wir haben zugesagt, ihrem Gebetsaufruf zu folgen und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um ein Ende der Eskalation zu fordern.“
Existenzielle Bedrohung
Viele Gemeinden im Nahen und Mittleren Osten stehen unter existenziellem Druck. In Teilen Syriens etwa fühlen sich Christinnen und Christen durch wiederkehrende Militäroperationen bedroht; auch die medizinische Versorgung ist eingeschränkt. Beispielsweise hat das Zentrum Oekumene von einer Frau erfahren, die ihr Kind unter schwierigen Umständen zur Welt brachte: Wegen Personalmangels und begrenzter Versorgung war die Situation kritisch, umso größer war die Erleichterung, dass Mutter und Kind überlebten. Der Nahost‑Experte Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, warnt daher vor einem möglichen „schleichenden oder sogar eklatanten Christen‑Exodus“.
Sorge des ÖRK über zunehmende Instabilität in der Region und Appell
In einer gemeinsamen Erklärung betonte der ÖRK, dass sich humanitäre Risiken, Leid und Instabilität weiter verschärfen könnten, wenn die Gewalt anhält. Die Erklärung äußert tiefe Besorgnis über Berichte zu möglichen Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht und fordert alle beteiligten Akteure auf, Verantwortung für die Folgen ihres Handelns zu übernehmen. Abschließend heißt es: „Wir lehnen die brutale Logik von Krieg und Herrschaft ab. Wir bitten um Frieden.“
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