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Das Licht scheint in der Finsternis
veröffentlicht 19.12.2025
von Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz
Kirchenpräsidentin Christiane Tietz betont zu Weihnachten die Kraft der Hoffnung.
Die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Christiane Tietz, wünscht frohe und gesegnete Weihnachten. Sie beschäftigt sich in ihrer Weihnachtsbotschaft mit der Hoffnung – denn wir Menschen sind nicht allein. Gott ist da, auch in dunklen Zeiten.
„An Weihnachten feiern wir, dass es einen Grund zur Hoffnung gibt. Denn Gott ist Mensch geworden. Das hat vor 2000 Jahren Licht in die Dunkelheit gebracht“, so Tietz. Damals, als die Engel den Hirten nachts die Botschaft brachten: „Fürchtet euch nicht“ und „Friede auf Erden“, war der Himmel hell. Und über der Krippe Jesu leuchtete ein Stern.
„Unsere Zeit ist für viele Menschen dunkel und schwierig. Jetzt brauchen wir die Weihnachtsbotschaft ganz besonders: Gott kommt in unsere Welt. Gott ist da, auch in dunklen Zeiten. Wir sind mit unserer Welt nicht allein. Oder wie es der Evangelist Johannes ausdrückte: ‚das Licht scheint in der Finsternis‘ (Johannes, 1. Kapitel, Vers 5)“, sagt Christiane Tietz.
Das mache Hoffnung. „Hoffnung ist eine Kraft im Dunkeln. Hoffnung entsteht durch das Vertrauen, dass Gott uns nicht allein lässt. Die Weihnachtsbotschaft lautet trotzig und mutig: Auch in unserer Welt ist Gott da. Gott berührt auch heute die Herzen von Menschen, so dass sie ihre Furcht verlieren und Frieden wird“, unterstreicht Tietz.
Diese Hoffnung gebe die Kraft, gegen das Dunkel zu arbeiten. Hoffnung finde sich nicht mit den Umständen ab. Tietz: „Lasst uns das Hoffen wieder lernen! Hoffnung macht aus unserer Sehnsucht nach einer helleren Welt Tatkraft. Wer hofft, schaut sich in der vom Licht der Weihnacht erhellten Welt um und entdeckt, dass da auch noch andere sind, die hoffen. Wer hofft, verbündet sich mit anderen Hoffenden.“
Gottesdienst am ersten Weihnachtsfeiertag
Am 25. Dezember hält Kirchenpräsidentin Christiane Tietz um 11 Uhr einen Gottesdienst in der Dreikönigskirche in Frankfurt-Sachsenhausen.
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