
© Zentrum Seelsorge und Beratung der EKHN
Besuchsdienstmagazin: Gegen Spaltung, für Begegnung
veröffentlicht 15.12.2025
von Peter Bernecker
Das Heft verbindet soziologische Analyse mit praktischen Impulsen für Gespräche, Seelsorge und ehrenamtliches Engagement.
Das Besuchsdienstmagazin, herausgegeben vom Zentrum Seelsorge und Beratung der EKHN, analysiert aus soziologischer und kirchlicher Perspektive die gesellschaftliche Einteilung in „Wir – Ihr – Die“ und ihre Folgen für Zusammenhalt, Dialog und Konflikte. Es zeigt, wie Zugehörigkeit und Abgrenzung entstehen, besonders in Krisenzeiten, und wie populistische oder radikale Gruppen diese Dynamiken nutzen. Gruppen geben Sicherheit, können aber durch Mechanismen wie Konformitätsdruck und Bestätigungsfehler Ausgrenzung und Verhärtung fördern.
Schwierige Gespräche meistern
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit schwierigen Gesprächen: Stammtischparolen, extremen oder egozentrischen Positionen sowie Ignoranz erfordern Klarheit, Empathie und Gesprächsbereitschaft. Zentrale Rolle spielen dabei Zuhören, die Unterscheidung zwischen Person und Meinung sowie das Verständnis für biografische Hintergründe.
Im kirchlichen Kontext wird der Besuchsdienst als wichtige Brücke zwischen Menschen beschrieben. Gut ausgebildete Ehrenamtliche, klare Rollen, Selbstreflexion und Fortbildung sind entscheidend, um wertschätzende Begegnungen zu ermöglichen. Christliche Werte wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit und gemeinsame Verantwortung bilden dabei die Grundlage. Begegnungen mit Fremden werden als Chance verstanden, Vorurteile abzubauen und Gemeinschaft zu stärken.
Das könnte dich auch interessieren

Kongress für gesellschaftlichen Zusammenhalt: Wir lassen die Kirche im Dorf.
Die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag hat gemeinsam mit den evangelischen Landeskirchen sowie den römisch-katholischen Bistümern in Hessen einen Kongress für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunft unserer Sakralgebäude ausgerichtet. Dazu äußerten sich die Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Ines Claus, sowie Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen und römisch-katholischen Kirche.

Gewerkschaften und evangelische Kirchen fordern Stärkung des sozialen Zusammenhalts
Bei einem Spitzengespräch in Mainz appellierten am Freitag (16. Januar 2026) Vertreter*innen des DGB, seiner Mitgliedsgewerkschaften und der evangelischen Kirche an Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, den sozialen Zusammenhalt zu stärken.

