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Chanukka-Leuchter

© gettyimages, drazen zigic

An Chanukka erinnern Jüd:innen an die Wiedereinweihung des zweiten Jerusalemer Tempels
  • Judentum

Chanukka: Am Licht erfreuen

veröffentlicht 24.09.2026

von Rita Haering

Das jüdische Fest Chanukka erinnert an ein Lichtwunder und verbreitet gerade in schwierigen Zeiten Hoffnung und Zuversicht. In diesem Jahr feiern Jüdinnen und Juden das Fest zwischen dem 4. und dem 12. Dezember 2026.

Während des jüdischen Chanukka-Festes steht die Freude über das Licht im Mittelpunkt. Mitglieder jüdischer Gemeinden feiern das Lichterfest Chanukka vom 05. bis zum 12. Dezember 2026. 
Dabei unterscheidet sich der Ursprung von Chanukka und Weihnachten. An Chanukka erinnern Jüd:innen an die Wiedereinweihung des zweiten Jerusalemer Tempels. Nach Einbruch der Dunkelheit wird täglich eine Kerze der Chanukkia, einem neunarmigen Kerzenleuchter, angezündet. Dazu werden Gebete gesprochen und Lieder angestimmt. 
An Weihnachten hingegen feiern Christ:innen die Geburt Jesu. 
Im Judentum wird daran erinnert, dass Chanukka Licht in eine Zeit bringt, in der oft Sorgen und Ängste das Leben verdunkeln. Das leuchtende Chanukka-Licht symbolisiert Hoffnung und Zuversicht, dass nach Erfahrungen von Ausgrenzung, Angriffen sowie der Shoa auch wieder eine glückliche Zeit kommen kann.

Was wird an Chanukka gefeiert?

Chanukka erinnert an den Aufstand der jüdischen Makkabäer gegen die Griechen vor fast 2.200 Jahren. Nachdem in den Kämpfen der Jerusalemer Tempel beschädigt wurde, konnte er zurückerobert und wieder eingeweiht werden. Deshalb gilt Chanukka auch als „Fest der kulturellen Selbstbehauptung“, wie es auf der Website #beziehungsweise heißt.
Das Fest erinnert an die damalige Neueinweihung des Tempels, zu diesem Anlass wurden im Tempelhof Lichter des Leuchters entzündet. Die Makkabäerbücher berichten davon, dass die Gegner nur einen kleinen Krug geweihten Öls zurückgelassen hätten. Mit dieser geringen Menge hätte das Licht der Menora (Leuchter) eigentlich nur einen Tag brennen können. „Doch wunderbarerweise reichte das Öl für die achttägige Zeremonie der Wiedereinweihung, jedenfalls bis zu dem Moment, da wieder geweihtes Öl bereitet war“, erklärt Hanno Loewy in seinem Text „Chanukka, Weihnachten, Weihnukka?“ bei imDialog.

Zusammen feiern

Heute zünden Jüdinnen und Juden jeden Tag an Chanukka ein weiteres Licht an, bis am achten Tag alle acht Kerzen leuchten – solange dauert auch das Fest. Sie feiern gemeinsam mit Familienmitgliedern, Freunden, bzw. in der Gemeinde. Dabei bekommen Kinder auch Geschenke, zudem wird gesungen, gespielt und Pfannenkuchen und kleine Kartoffelpuffer (Latkes) gegessen.

„Diener des Lichts“ werden

Vor einigen Jahren hatte Petra Kunik, die erste Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Frankfurt, erklärt, was Chanukka für sie bedeutet. Die Lichter erinnerten in der jüdischen Tradition auch daran, „Unrecht nicht zu übersehen“. Jeder solle sich fragen „was gemeinsam dagegen getan werden kann“. Sie hat dazu aufgerufen, „Diener des Lichts“ zu werden. Dazu gehöre es auch, Leid gemeinsam zu tragen.

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