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Kindern erklärt: Warum fasten Menschen?
veröffentlicht 06.03.2025
von Team religionen-entdecken.de, Christine Keller & EKHN-Online-Redaktion
Nach den Kinderfaschingsfesten beginnt für viele Christinnen und Christen die Fastenzeit. Aber auch im Islam, Judentum und Buddhismus gibt es Zeiten des Verzichts. Das Team von Religionen-entdecken erklärt Kindern, warum das Fasten für Gläubige verschiedener Religionen so wichtig ist.
Hast du schon mal bemerkt, dass manche Menschen fasten? Fasten bedeutet, eine Weile auf etwas zu verzichten, das man eigentlich gerne hat oder macht. Manche tun das, um abzunehmen, andere aus religiösen Gründen. Vielleicht hast du schon von der christlichen Fastenzeit oder dem Ramadan der Muslime gehört. Aber warum fasten Gläubige eigentlich?
Fasten hilft, sich bewusst Zeit zu nehmen und sich auf Wesentliches zu konzentrieren. Es fördert Disziplin und Selbstbeherrschung und kann eine besondere Erfahrung sein, bei der man sich Gott näher fühlt.
Wichtig zu wissen: Fasten ist immer freiwillig. Kinder, kranke und alte Menschen sowie schwangere Frauen müssen in den großen Religionen nicht fasten.
Verstehen und Mitmachen

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Das Team von Religionen-entdecken möchte dich dazu ermutigen, bei der Aktion "Fasten in den Religionen" mitmachst. Dadurch kannst du kreativ die Bedeutung des Fastens ausdrücken. Ein Flyer und eine Bastelanleitung unterstützen dich dabei. Außerdem zeigt dir das Team auf dieser Seite mit verständlichen Erklärungen, worum es beim Fasten in den unterschiedlichen Religionen wirklich geht und warum es für viele Menschen so wichtig ist.

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Fasten im Christentum
In der Fastenzeit erinnern sich Christinnen und Christen an das Leiden von Jesus und bereiten sich auf das Osterfest vor. Diese Zeit hilft ihnen, über ihre Gewohnheiten nachzudenken und Platz für Gottes Impulse zu schaffen.

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Fasten im Judentum
Im Judentum ist das Fasten eine wichtige Tradition, die dabei hilft, sich auf Gott und das Gebet zu konzentrieren. Ein bedeutender Fastentag ist Jom Kippur, der Tag der Versöhnung.

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Fasten im Jesidentum
Im Jesidentum gibt es mehrere Fastenzeiten. Vor allem fasten Jesidinnen und Jesiden zur Vorbereitung auf Ida Ezi, dem höchsten Feiertag. Das Fasten hilft ihnen, sich auf Gott zu konzentrieren und gemeinsam zu feiern.

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Fasten im Islam
Im Islam ist das Fasten eine Herzenshaltung, die während des Fastenmonats Ramadan eingeübt wird. Musliminnen und Muslime verzichten tagsüber auf Essen und Getränke, um sich auf Gott und ein friedliches Miteinander zu konzentrieren.

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Fasten in weiteren Religionen
Auch die Bahai, sowie im Hinduismus und Buddhismus gehört das Fasten zur religiösen Praxis. Es gibt aber eine Ausnahme: Die Sikhs verzichten auf das Fasten.
Fazit:
Fasten ist keine Selbstbestrafung oder Lieblosigkeit gegenüber dem eigenen Körper. Vielmehr ist es ein Weg, um in der Gottesbeziehung zu wachsen und positive Eigenschaften zu stärken. Fasten macht uns sensibler für das, was wir täglich aufnehmen – sei es Essen, Medieninhalte oder Klatsch und Tratsch.
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