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Palliativ-Care-Fachtag: Wie gute Begleitung am Lebensende gelingen kann
veröffentlicht 01.04.2026
von Verena Falcenberg / Online-Redaktion der EKHN
Im Rahmen des Palliativ-Care-Fachtages der GFDE betonte Ulrike Scherf, stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, dass Hospiz- und Palliativversorgung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Dabei erläuterte sie, was eine gelungene Begleitung am Lebensende voraussetze. Nach ihrem Eröffnungsvortrag haben Workshops und Vorträge praxisorientierte Anregungen für die tägliche Arbeit der teilnehmenden Pflege- und Betreuungskräfte gegeben.
Am 19. März 2026 kamen rund 150 Mitarbeitende der Gesellschaft für diakonische Einrichtungen in Hessen und Nassau (GFDE) im Altenzentrum an der Rosenhöhe in Darmstadt zum internen Palliativ-Care-Fachtag zusammen. Unter dem Motto „Leben können – sterben dürfen“ stand die fachliche und ethische Qualifizierung der Pflege- und Betreuungskräfte für die Begleitung in der letzten Lebensphase im Mittelpunkt. Die Veranstaltung fand unter der Schirmherrschaft von Pfarrerin Ulrike Scherf, stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), statt. In ihrer Eröffnungsrede machte Ulrike Scherf deutlich, dass Sterben und Tod in unserer Gesellschaft oft ausgeblendet werden. Palliativ- und Hospizarbeit leisten hier einen wichtigen Beitrag, indem sie einen sensiblen und offenen Umgang ermöglichen, der sowohl Betroffene als auch ihre Angehörigen entlastet. Eine gelungene Begleitung am Lebensende setze voraus, dass der Mensch in seiner Ganzheit, Würde und Autonomie wahrgenommen wird. Daher sei es entscheidend, ihm mit Zeit, Zuwendung und Respekt zu begegnen. Gleichzeitig betonte Scherf, dass Hospiz- und Palliativversorgung kein Privileg, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, die verlässliche Strukturen und gut funktionierende Netzwerke erfordere.
Über die GFDE
Die Gesellschaft für diakonische Einrichtungen in Hessen und Nassau mbH (GFDE) ist seit bald 50 Jahren für Seniorinnen und Senioren im Einsatz. Das vielfältige Angebot umfasst stationäre und ambulante Pflege, Service Wohnen, Tagespflege sowie einen ambulanten Hospizdienst. Die GFDE ist mit rund 2.000 Mitarbeitenden an 25 Standorten im Gebiet der evangelischen Kirche Hessen und Nassau vertreten.
Gesellschaft für diakonische Einrichtungen in Hessen und Nassau mbH (GFDE)
Impulse aus Medizin, Hospizarbeit und Ethikberatung
In Vorträgen und Workshops vertieften die Teilnehmenden ihr Wissen zu ethischen und rechtlichen Fragestellungen und stärkten ihre Handlungssicherheit im Alltag. Fachliche Impulse kamen unter anderem von Expert:innen aus Medizin, Hospizarbeit und Ethikberatung. Auch die zuständigen Pflege- und Betreuungsaufsichten waren vor Ort und zeigten sich beeindruckt vom Engagement und der fachlichen Qualität innerhalb der GFDE. In vielen stationären Einrichtungen des Trägers arbeiten bereits qualifizierte, freigestellte Palliativ-Care-Fachkräfte. Ergänzend unterhält die GFDE einen eigenen ambulanten Hospizdienst in Groß-Umstadt, bildet derzeit Mitarbeitende zu Ethikberater:innen weiter und beschäftigt speziell qualifizierte Berater:innen für die gesundheitliche Versorgungsplanung nach § 132g SGB V. Der Fachtag hat zahlreiche Anregungen für die tägliche Arbeit gegeben und zugleich die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit unterstrichen. Für die GFDE ist er ein wichtiger Baustein, um die Qualität der palliativen Versorgung kontinuierlich weiterzuentwickeln – ganz im Sinne ihres diakonischen Selbstverständnisses, Menschen in der letzten Lebensphase würdevoll und selbstbestimmt zu begleiten.
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