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Gemeinsam gegen Hitze: Der Hitzeaktionstag 2026 als Startschuss für mehr Vorsorge
veröffentlicht 19.05.2026
von Online-Redaktion der EKHN, RH
Am 11. Juni 2026 steht ganz Deutschland im Zeichen des Hitzeschutzes. Der Hitzeaktionstag zeigt, wie wir uns gemeinsam auf heiße Tage vorbereiten können – mit praktischen Tipps, lokalen Aktionen und kühlen Schutzräumen wie den „Kühlen Kirchen“.
Inhalt:
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😎Mitmachen beim Hitzeaktionstag
- 💧Empfehlungen für Abkühlung bei starker Hitze
- ✅ Weitere Verhaltensmaßnahmen bei Hitze
- ⛈️ Schutz vor Extremwetter
- 📘Ratgeber: Heißere Zeiten und seelische Gesundheit
- 🗺️ Karten der kühlen Orte - auch offene Kirchen sind aufgerufen mitzumachen
- ⚠️Achtung: Besondere Gefährdung bei Hitze
- 🤝Hilfe bei Hitze für obdachlose Menschen
Extreme Wetterereignisse, lange Hitzeperioden und ausgedehnte Trockenphasen haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Auch wenn niemand weiß, wie heiß der Sommer 2026 tatsächlich wird – sicher ist: Hohe Temperaturen können für viele Menschen zur Belastung werden. Besonders ältere Menschen, kleine Kinder, Menschen mit Vorerkrankungen oder Personen ohne festen Wohnsitz sind an Hitzetagen gefährdet.
😎 Mitmachen beim Hitzeaktionstag
Der bundesweite Hitzeaktionstag am Donnerstag, 11. Juni 2026, möchte deshalb darauf aufmerksam machen, wie wir uns gegenseitig schützen und besser auf Hitze vorbereitet sein können. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger über Gesundheitsschutz bei Hitze zu informieren und praktische Wege aufzuzeigen, wie jede und jeder im Alltag vorsorgen kann.
Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) beteiligt sich am Aktionstag. Unter dem Motto "#kühlekirche" öffnen Kirchengemeinden ihre Türen und laden Menschen ein, Kirchen als kühle, ruhige und sichere Orte zu nutzen – zum Durchatmen, Ausruhen und Kraftschöpfen. Gerade an sehr heißen Tagen können solche Orte eine wichtige Unterstützung sein.
Mehr Informationen und Mitmach-Ideen:
💧Empfehlungen für Abkühlung bei starker Hitze:
Bereits ab 30 Grad Celsius kann der menschliche Organismus stark beansprucht werden. Kein Wunder also, dass die Zahl der hitzebedingten Gesundheitsprobleme steigt. Umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein. Die evangelische Johanniter-Unfall-Hilfe hat deshalb hilfreiche Empfehlungen zusammengestellt, wie man gut durch die heißen Tage kommt – von ausreichender Flüssigkeitszufuhr über luftige Kleidung bis hin zu gezielter Abkühlung.
- viel trinken: Ideale Durstlöscher sind nicht-alkoholische Getränke wie Mineralwasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen mit zimmerwarmer Temperatur.
- möglichst in Gebäuden oder im Schatten aufhalten, möglichst Räume morgens und abends lüften,
- körperliche Anstrengungen möglichst vermeiden, Pausen einlegen,
- luftige Kleidung tragen,
- Kopfbedeckung am besten mit Nackenschutz wählen,
- Sonnencreme mit ausreichend Lichtschutzfaktor verwenden,
- zwischendurch Hände, Nacken und Gesicht mit Wasser abkühlen,
- leichte Kost essen - wie Salate sowie wasserreiches Obst und Gemüse wie Melonen, Tomaten und Gurken sowie
- mit dem Arzt oder der Ärztin die Verwendung von Medikamenten bei einer Hitzewelle absprechen ob und wie Medikamente bei Hitze angepasst werden sollten.

© gettyimages sabelskaya, mdhs
epd-Video: Sicher durch die Sommerhitze
Temperaturen deutlich über 30 Grad Celsius: Wie ernähre ich mich gesund? Wie schütze ich mich vor Hautkrebs? Was ist beim Grillen zu beachten? epd video hat die passenden Ratgebervideos im Angebot
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✅ Weitere Verhaltensmaßnahmen bei Hitze:
⛈️ Schutz vor Extremwetter
Auch der Extremwetterschutz spielt eine wichtige Rolle: Er hilft, sich gegen die Folgen von Starkregen, Hitze oder Überschwemmungen zu wappnen – sei es durch bauliche Maßnahmen, Versicherungen oder kluge Verhaltensregeln. Die EKHN ruft dazu auf, sich aktiv mit diesen Themen auseinanderzusetzen – als Einzelperson und als Kirchengemeinde.
📘Ratgeber: Heißere Zeiten und seelische Gesundheit
Hitze betrifft nicht nur den Körper – sie kann auch die Psyche belasten. Psychologin Lea Dohm berichtet, dass es in Hitzeperioden vermehrt zu Konflikten kommt – sogar Arbeitsunfälle nehmen zu. Im epd-Video erklärt sie, wie sich die Auswirkungen großer und langanhaltender Hitze durch vorbeugende Maßnahmen begrenzen lassen. Auch das Umweltbundesamt gibt in einem Ratgeber zur mentalen Gesundheit im Klimawandel praxisnahe Empfehlungen, wie wir einen gesunden Umgang mit klimatischen Belastungen finden können.
epd-Video: Hitze & Psyche - das macht der Klimawandel mit unserer mentalen Gesundheit
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🗺️ Karten der kühlen Orte - auch offene Kirchen sind aufgerufen mitzumachen
Wo gibt es Trinkwasserspender, schattige Parkanlagen oder offene Kirchen, um sich bei Hitze zu erholen? Viele Städte in Hessen und Rheinland-Pfalz – darunter Frankfurt am Main, Wiesbaden, Gießen oder Worms – bieten inzwischen sogenannte „Karten der kühlen Orte“ an. Sie zeigen Plätze, an denen man sich bei hohen Temperaturen erfrischen kann.
Auch Kirchenräume gehören dazu: Ihre dicken Mauern und ruhige Atmosphäre bieten oft eine willkommene Abkühlung – und einen Moment der Stille. Die EKD ruft Kirchengemeinden dazu auf, Kirchen im Sommer bewusst als „kühle Schutzräume“ zu öffnen. Ein Besuch lohnt sich also doppelt – für Körper und Seele.
Tipp: Einfach den Namen der Stadt plus „Karte der kühlen Orte“ in die Suchmaschine eingeben – und der nächste Stadtbummel wird gleich ein bisschen angenehmer.
⚠️Achtung: Besondere Gefährdung bei Hitze
Für welche Gruppen sind Extremtemperaturen gesundheitlich besonders belastend?
- älteren sowie chronisch erkrankten Menschen,
- obdachlosen Menschen,
- schwangeren Frauen und
- jüngeren Menschen.
Vor welchen Folgen extremer Hitze sollten sich alle Menschen schützen?
- Hitzeerschöpfung oder Hitzekollaps (Körper überwärmt, weil z.B. Flüssigkeit und Salzreserven zum Schwitzen nicht ausreichen),
- Hitzschlag (Überwärmung des Körpers auf über 40°C) und
- Sonnenstich (Reizung der Hirnhaut).
Welche bereits vorhandenen Erkrankungen kann Hitze verschärfen?
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
- Atemwegserkrankungen,
- Diabeteserkrankungen und
- Erkrankungen der Blutgefäße des Gehirns.
🤝 Hilfe bei Hitze für obdachlose Menschen
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Nicht alle Menschen können sich gut vor Hitze schützen. Die Diakonie erinnert daran, auch obdachlose Menschen im Blick zu behalten – etwa mit Trinkwasser, Schattenplätzen oder einem freundlichen Gespräch. Denn bei Hitze leiden sie vor allem unter Durst, Kreislaufproblemen und Sonnenbränden. Dazu kommt, dass viele von ihnen bereits von Vorerkrankungen, Suchtproblemen und Gebrechen betroffen sind. Deshalb rät die Diakonie, obdachlosen Menschen Hilfe anzubieten. Falls das gewünscht wird, haben sich als hilfreich erwiesen:
- Wasserflaschen,
- Sonnencreme und
- Kopfbedeckungen.
Weitere Empfehlungen werden im Video gezeigt.
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