
© Peter Bongard
Biker feiern Motorradgottesdienst in Höhr-Grenzhausen
veröffentlicht 05.09.2024
von Peter Bernecker
Der Ökumenische „MoGo“ startet am 15. September 2024 mit Rockmusik, Pommes und guter Botschaft.
Am Sonntag, 15. September, heulen in Höhr-Grenzhausen wieder die Motoren: Um 13 Uhr startet der Ökumenische Motorradgottesdienst am „Platz der Begegnung“ (Rathausstraße 30). Damit erlebt der Höhr-Grenzhäuser „MoGo“ des vergangenen Jahres eine Neuauflage – diesmal ökumenisch und an einem neuen Platz, aber wieder mit guter Musik und kerniger Botschaft in der Satteltasche.
Impulse nah am Asphalt
Pfarrerin Ricarda Bosse ist auch in diesem Jahr mit dabei und leitet den Gottesdienst gemeinsam mit dem katholischen Diakon Marco Rocco. Das Duo freut sich auf einen tollen Tag für die ganze Region: „Es ist doch schön, wenn eine evangelische Pfarrerin aus Montabaur mit ihren katholischen Kollegen einen MoGo in Höhr-Grenzhausen auf die Straße bringt“, sagt Ricarda Bosse lächelnd. Für echte Biker gibt’s schließlich keine Grenzen, und deshalb wird auch diesmal in aller Freiheit gefeiert: mit kerniger Rockmusik, Currywurst und geistlichen Impulsen nah am Asphalt. „Jede und jeder ist willkommen – so, wie er oder sie gerade unterwegs ist: in Motorradmontur, im Sommerkleid, in Alltagsklamotten, mit dem Bike oder ohne“, sagt die Pfarrerin.
Apropos Bike: Der Mittag endet mit wieder mit einem Segen für die Fahrerinnen und Fahrer – und diesmal auch für die Zweiräder. „Motorradsegnungen sind in der Katholischen Kirche völlig normal“, erklärt Marco Rocco. „Wir segnen beides: die Maschinen, aber vor allen Dingen die Menschen, die sie nutzen. Und wenn jemand mit dem Fahrrad kommt, ist das natürlich auch ok.“
Darüber hinaus gibt’s kurze Gebete, eine Lesung – und viel Musik. Die steuert diesmal „Creatorsound“ bei. Die sechsköpfige Rockband spielt weltliche Klassiker und geistliche Songs zum Mitsingen. „Creatorsound“ starten schon zehn Minuten vor dem offiziellen Beginn und spielen nach dem Ende des rund einstündigen Motorradgottesdienstes weiter. Der Imbisswagen des Gasthauses „Till Eulenspiegel“ ist schon um 12 Uhr am Platz. „Die Leute können also gerne lange bleiben und den schönen Tag bei einer Currywurst und einer Cola genießen“, sagt Marco Rocco. Übrigens auch bei schlechtem Wetter: „Ein Bisschen Nieselregen ist nicht schlimm“, findet Ricarda Bosse. „Nur wenn’s wie aus Eimern schüttet, weichen wir in die nahegelegene katholische Kirche aus.“
Aber Biker sind optimistisch und hart im Nehmen. Deshalb sind sich Ricarda Bosse und Marco Rocco sicher, dass der zweite Höhr-Grenzhäuser Motorradgottesdienst ein sonniges Erlebnis für Zweiradfans wird – und für alle anderen, die einen schönen Openair-Gottesdienst mit toller Musik und heißen Öfen erleben wollen.
Das könnte dich auch interessieren

Kreuzweg neu entdecken: Hinschauen, wo es weh tut und Halt finden
Missverstanden. Verloren. Abgestempelt. Es gibt Phasen die uns richtig zu schaffen machen – Angst, Trauer oder das Gefühl, ins Abseits gestellt zu werden. Ein Kreuzweg schenkt Impulse, die helfen können, Belastungen und Leid wahrzunehmen und verarbeiten. Als Andachtsform mit langer Tradition führt er Christinnen und Christen den letzten Weg Jesu vor Augen und lädt dazu ein, das eigene Leben neben seinem zu betrachten – im Vertrauen darauf, dass ihm kein menschliches Leid fremd ist.

Wasser, Tee oder Suppe: Wie anspruchsvolles Fasten zur spirituellen Reise wird
Viele Menschen verzichten in der Passionszeit auf Süßigkeiten oder Medien. Die Evangelischen Kirchengemeinden Griesheim und Nied gehen einen Schritt weiter: Sie praktizieren Wasser‑, Tee‑, Suppen‑ und Smoothiefasten, also den weitgehenden Verzicht auf feste Nahrung. Pfarrerin Charlotte von Winterfeld begleitet diese intensive Fastenpraxis. Welche Erfahrungen macht sie – und was verändert sich bei den Teilnehmenden?

Best Practice: Pflanzen mit christlich geprägten Namen bereichern biologische Vielfalt
Der Frühling ist die passende Zeit, Gärten und Kirchengrundstücke so zu gestalten, dass sie die Schöpfung feiern: naturnah, klimafit und voller Symbolik. Rund um die Oppenheimer Katharinenkirche zeigt Dr. Anna Packeiser mit einem Gartenprojekt, wie biologische Vielfalt auf kirchlichen Flächen gelingen kann. Die vielen Pflanzen mit christlichen Namen machen sichtbar, wie eng Schöpfung, Glauben und das Miteinander der Geschöpfe verbunden sind.
