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Fünf Kitas der EKHN erhalten Evangelisches BETA-Gütesiegel
veröffentlicht 06.11.2024
von Peter Bernecker
Fünf evangelische Kindertagesstätten der EKHN wurden am 4. November 2024 mit dem evangelischen Gütesiegel für Kindertageseinrichtungen ausgezeichnet.
Drei Einrichtungen bekamen das BETA-Gütesiegel zum ersten Mal: Ev. Kita Basaltzwerge in Greifenstein-Beilstein und die Ev. Familienzentren Am Kaiserberg und Pusteblume in Gießen. Als Bestätigung nach fünf Jahren haben die Ev. Kita Allerheiligenberg in Lahnstein und die Ev. Kita Rosenstock in Lampertheim zum zweiten Mal das Gütesiegel erhalten.
Die bundesweite Auszeichnung prämiert Einrichtungen, die in ihrer religions- und sozialpädagogischen Arbeit eine besondere Qualität gewährleisten.
Damit führen von den 596 Kitas in der EKHN zurzeit 35 dieses Siegel.
„Kinder brauchen gelassene Erwachsene“
Zur feierlichen Verleihung durch Kirchenpräsident Dr. Volker Jung sind die Kita-Teams gemeinsam mit Vertreter*innen der Träger und Kirchengemeinden nach Darmstadt ins Zentrum Bildung der EKHN gereist. Nach einer Andacht von Dr. Holger Ludwig, in der er von der Besonderheit eines jeden Kindes anhand des zwölfjährigen Jesus im Tempel und der wichtigen Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte in den evangelischen Kindertagesstätten sprach, bedankte sich Sabine Herrenbrück, Fachbereichsleitung Kindertagesstätten im Zentrum Bildung der EKHN, bei den Anwesenden für ihren Einsatz und ihr Engagement. In ihrer Ansprache stellte sie die Qualität aus Sicht der Kinder heraus und bekräftigte im Sinne des gut gelebten Alltags: „Kinder brauchen gelassene Erwachsene, die ihre Interessen ernst nehmen und den Alltag sensibel begleiten.“
Bundesweit einheitliches Gütesiegel
Mit dem Gütesiegel der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V. (BETA) erhalten die evangelischen Träger und Einrichtungen ein bundesweit einheitliches Zeichen, um ihr Qualitätsprofil sichtbar zu machen. Das Verfahren soll Lernprozesse in Gang setzen und die Einrichtungen ermutigen, die Arbeit wertzuschätzen und eigene Entwicklungspotentiale zu entdecken. Klare Strukturen und durchschaubare Abläufe sollen am Ende Kindern, Eltern und den Mitarbeitenden der Einrichtungen Verbindlichkeit und Sicherheit geben.
Hintergrund: Qualitätsentwicklung (QE)
Alle Kindertagesstätten in der EKHN haben ein Verfahren zur QE eingeführt. Ca. 500 Einrichtungen nutzen dazu die „Qualitätsfacetten“, die von der EKHN 2007 als eigenes Verfahren eingeführt wurden. Dies verwendet als zentrales Instrument die regelmäßige Selbstbewertung in den pädagogischen Teams. Unter großer Beteiligung der Praxis wurden 26 Standards für alle evangelischen Kitas in der EKHN entwickelt, die verbindliche Grundlage für die Ausgestaltung der Qualitätsarbeit vor Ort sind.
Das Verfahren zur Vergabe des Ev. Gütesiegels wurde 2010/2011 im Rahmen eines Pilotprojektes in der EKHN entwickelt und evaluiert. Mit Beschluss der Kirchenleitung vom Dezember 2011 wird es für eine externe Begutachtung im Rahmen von Qualitätsentwicklung den Kindertagesstätten in der EKHN empfohlen. Das Gütesiegel war ein Wunsch aus der Praxis. Wie auch in anderen Bereichen üblich, wollten viele Einrichtungen zu ihrer Qualität ein externes Feedback einholen und diese auch beurkundet haben. Niemand wird gezwungen sich überprüfen zu lassen. Es ist eine freiwillige Option, die aber große Außenwirkung hat.
Mit der Einführung des kirchlichen QE-Verfahrens leistet die EKHN einen erkennbaren Beitrag zur qualitativen Verankerung von Bildung, Erziehung und Betreuung in den evangelischen Kindertagesstätten. Sie sieht es als ihre Verantwortung an, in diesem Kontext religiösen Fragen Raum zu geben, christliche Traditionen in den Alltag zu integrieren, Begegnung der Religion zu ermöglichen und eine Werteerziehung zu fördern.
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