Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Windlichter

© Sandra Hirschke, Fundus Medien

Spiritualität in Taizé erleben

Taizé: Spiritualität zum Ankommen

veröffentlicht 05.01.2026

von Traudi Schlitt, Online-Redaktion der EKHN

Taizé spricht eine Sehnsucht an, die du vielleicht auch kennst: den Wunsch nach Spiritualität, Halt und neuer Hoffnung. Viele junge Menschen erzählen, wie prägend diese Tage dort für sie waren. In Taizé kommst du runter, findest echte Gemeinschaft und erlebst Momente, die dir Kraft geben. Hier erfährst du Wichtiges über Taizé und wo du Taizé-Gottesdienste auch in Hessen-Nassau findest.

Wer einmal nach Taizé fährt, kommt verändert zurück. Viele junge Menschen erzählen, dass die Tage dort sie ein Leben lang prägen – gerade in Zeiten, in denen alles unsicher wirkt. In Taizé erlebst du, wie Hoffnung wieder in dir wachsen kann: durch intensive Gespräche, stille Momente, starke Gemeinschaft und Glaubenserfahrungen, die du nicht vergisst.

Darum geht es in der Gemeinschaft von Taizé

Taizé liegt im französischen Burgund und ist der Sitz der „Communauté von Taizé“, einer christlichen, ökumenischen Gemeinschaft. Jedes Jahr treffen sich dort Jugendliche aus vielen Ländern, um eine Woche lang zur Ruhe zu kommen, ihren Glauben zu teilen und neue Perspektiven zu finden. Du kannst in Stille in dich gehen, an Bibeleinführungen teilnehmen, beten und in die bekannten Taizé‑Gesänge einstimmen. Und falls du nicht nach Frankreich fahren kannst, findest du auch in Hessen‑Nassau zahlreiche Taizé‑Gottesdienste.

Gruppenbild mit Jugendlichen in bordeauxfarbenem Sweatshirt

© Jutta Steckenreuter

Taizé-Kreuz - Holzkreuz mit aufgemaltem Jesus

© Sandra Hirschke, Fundus Medien

Gottesdienst in Dunkelheit mit leuchtenden Kerzen

© BC Matern, Fundus Medien

Gruppenbild mit Jugendlichen in bordeauxfarbenem Sweatshirt

© Jutta Steckenreuter

Taizé-Kreuz - Holzkreuz mit aufgemaltem Jesus

© Sandra Hirschke, Fundus Medien

Gottesdienst in Dunkelheit mit leuchtenden Kerzen

© BC Matern, Fundus Medien

Gruppenbild mit Jugendlichen in bordeauxfarbenem Sweatshirt

© Jutta Steckenreuter

Taizé-Kreuz - Holzkreuz mit aufgemaltem Jesus

© Sandra Hirschke, Fundus Medien

Gottesdienst in Dunkelheit mit leuchtenden Kerzen

© BC Matern, Fundus Medien

Gemeinsame Erlebnisse stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Vertrauen - wie hier auf einer Fahrt Taizé

Taizé-Kreuz

Taizé-Gottesdienste können auch in der eigenen Region gefeiert werden

Sehnsucht nach Spiritualität findet Momente der Erfüllung

Die Gemeinschaft von Taizé spricht eine Sehnsucht an, die viele junge Menschen heute spüren: nach Spiritualität, Verbindung und einem Ort, an dem du einfach sein darfst. Ein Teilnehmer beschreibt es so: „Meistens bleibe ich bis zwei Uhr nachts noch in der Kirche und höre den Gesängen zu. Es ist unglaublich beruhigend – hier kann ich meinen Glauben und meine Bindung zu Gott stärken.“

Meditative Taizé-Gesänge

Die mehrsprachigen Gesänge gehören zu den drei täglichen Gebeten. Sie sind leicht zu lernen, meditativ und berühren dich. Deshalb haben sie sich weltweit verbreitet – und viele findest du sogar im Evangelischen Gesangbuch der EKHN und im EG plus, zum Beispiel:

Organisatorisches rund um Taizé

Die meisten Jugendlichen fahren im Rahmen einer Gruppenfahrt nach Taizé – organisiert von evangelischen oder katholischen Gemeinden, der Dekanatsjugend oder Jugendreferent:innen in deiner Region. Schau einfach auf den Websites deiner Kirchengemeinde oder deines Dekanats vorbei. Du kannst dich aber auch individuell direkt über die Website der Communauté anmelden.

Unterkunft und Essen orientieren sich am Notwendigen. Viele berichten: „Das Essen ist zwar sehr einfach gehalten und sieht wenig aus, aber meistens ist es dann viel zu viel.“ Markus aus Alsfeld erzählt: „Ich bin überrascht, mit wie wenig Besitz und Komfort man auskommen kann – und man ist trotzdem glücklich.“

So sieht ein Tag in Taizé aus

  • Morgengebet
  • Frühstück
  • Bibeleinführung mit einem Bruder oder einer Schwester
  • Austausch in Kleingruppen
  • Mittagessen
  • Gesangsprobe
  • Praktische Tätigkeiten oder Workshops zu Glauben und Gesellschaft
  • Abendessen
  • Gebet für den Frieden
  • Abendgebet mit Gesängen

Ein kurzer Blick in die Geschichte

Dass sich Taizé in Frankreich zu einem besonderen Ort entwickeln würde, hatte sich bereits mitten im Zweiten Weltkrieg 1940 entschieden, als Roger Schutz, Sohn eines reformierten Pfarrers, dort Flüchtlinge aufnahm. Später musste Roger Schutz selbst fliehen und kehrte 1944 mit mehreren Brüdern nach Taizé zurück. Aus dieser kleinen Initiative wuchs eine internationale Gemeinschaft, die bis heute Menschen aus aller Welt verbindet. Seit den 1960er‑Jahren finden regelmäßig Jugendtreffen statt. Die Gemeinschaft setzt sich außerdem kritisch mit ihrer eigenen Geschichte auseinander und arbeitet Missbrauchsfälle auf, um Schutz und Transparenz zu stärken. Seit 2023 leitet Frère Matthew die Communauté.

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