
© Peter Bongard
Ukraine-Krieg: Vier Jahre Leid, Hoffnung und die Verantwortung zum Frieden
veröffentlicht 24.02.2026
von Prof. Dr. Christiane Tietz, Kirchenpräsidentin der EKHN
„Meine Gedanken sind bei den Ukrainerinnen und Ukrainern“, mit diesen Worten erinnert Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz an vier Jahre Krieg, Leid und Flucht, aber auch an Mut, Solidarität und Hoffnung. Sie ruft dazu auf, im Gebet und in konkreter Hilfe an der Seite der Betroffenen zu bleiben.
Das Wort „Jahrestag“ klingt seltsam für einen Krieg. Aber es hilft auszudrücken, was Menschen in der Ukraine seit dem 24.Februar 2022 täglich erleben: Zerstörung, Gewalt, Fluchterfahrungen. Erschöpfung und Angst um das Leben. Zugleich auch vier Jahre Mut zum Leben, Hoffnung auf Frieden, Kraft zur Verteidigung der Freiheit. Meine Gedanken sind bei den Ukrainerinnen und Ukrainern an diesem Tag. In Charkiw und Kyjiw, in Lwiw oder auch in Deutschland, Polen und vielen Ländern, die Geflüchtete aufgenommen haben. Humanitäre Hilfe versucht, die Not zu lindern. Dazu tragen auch die Diakonie Katastrophenhilfe, kirchliche Werke und viele Einzelinitiativen in beeindruckender Weise bei. Ich danke allen Gemeinden, die ihre Türen für ukrainische Menschen geöffnet haben.
In unseren Kirchen und Gottesdiensten wird in diesen Tagen um Frieden und für ein Ende des Krieges in der Ukraine gebetet. Das Beten ist für mich mehr als nur eine fromme Geste: Wer Fürbitte hält, übernimmt Verantwortung. Hört hin, stumpft nicht ab, übt Solidarität mit den Leidenden, hofft auf Gerechtigkeit und Frieden.
Der russische Angriffskrieg dauert an. Er hat auch hier Menschen verunsichert und nachdenklich gemacht. Deutschland investiert mehr denn je in militärische Sicherheit. Die Sorge um die Stabilität der Demokratie nimmt zu. Ich sehe die Aufgabe der Kirche insbesondere darin, von Hoffnung zu sprechen. Die neue Friedensdenkschrift der EKD drückt das schön aus: „Frieden ist mehr als Sicherheit. Er beginnt mit der Haltung des Herzens - und wächst dort, wo Menschen gemeinsam für eine gerechte und vielfältige Gesellschaft eintreten.“
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